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05.10.2021│Deutscher Altersvorsorge-Index Herbst 2021 (DIVAX-AV): Deutsche verlieren Vertrauen in gesetzliche Rente

  • Deutscher Altersvorsorge-Index sinkt um 4,2 Punkte auf -0,4 
  • Renten-Skepsis bei den Älteren am größten 
  • Ergebnisse auch vom Wahlkampf geprägt

Der aktuelle Altersvorsorge-Index setzt seinen Abwärts-Trend weiter fort. Der Index wird seit einem Jahr halbjährlich vom Deutschen Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) erhoben. Aus einer Befragung von rund 2.000 Bürgerinnen und Bürgern zur aktuellen Lage sowie zu künftigen Erwartungen ermittelt der Index die Grundstimmung in der deutschen Bevölkerung zur Altersvorsorge insgesamt. Mit möglichen Werten zwischen 100 und 100 ist der Index mit 0,4 nun erstmals in den negativen Bereich abgerutscht und zeugt von weiter abnehmendem Vertrauen. Vor einem Jahr lag er noch bei 3,8 Punkten, war aber im Frühjahr 2021 
bereits auf 1,7 gefallen. 

Am eklatantesten fiel der Vertrauensschwund bei der gesetzlichen Altersvorsorge aus: 58,5 Prozent der Befragten und damit knapp fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr gehen davon aus, dass sich das Versorgungsniveau in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren verschlechtern wird. „Bei den Bürgern steigt das Bewusstsein, dass die gesetzliche Rente ohne schmerzhafte Anpassungen bei Eintrittsalter, Rentenhöhe und Beitragssatz nicht länger finanzierbar sein wird“, bewertet Prof. Dr. Michael Heuser, Wissenschaftlicher Direktor des DIVA, die Ergebnisse. Dazu hat sicher auch die massive Medienpräsenz des Themas Rente in der heißen Phase des Wahlkampfs beigetragen."

Laut Heuser zeigen sich die Bürger mit Blick auf die Entwicklung des Altersvorsorge-Index realistischer als die Politik: Anstelle von unvermeidlichen Einschnitten haben die Wahlprogramme teilweise Stabilität der gesetzlichen Rente suggeriert, die mit der demographischen Entwicklung nicht in Einklang zu bringen ist - wohl aus Sorge um den Verlust von Wählerstimmen bei den Älteren." 

Die Altersgruppe der 50- bis 65-Jährigen ist seit Beginn der Indexberechnung durchgängig am pessimistischsten eingestellt. In der aktuellen Erhebung spitzt sich deren negative Beurteilung nochmals deutlich zu. „Überraschend ist das nicht - schließlich handelt es sich bei dieser Altersgruppe um die Baby-Boomer, die bald 
zahlreich das Renteneintrittsalter erreichen werden und sich berechtigterweise um die Finanzierung ihrer Rente sorgen“, sagt Dr. Helge Lach, Vorstand des Bundesverbands Deutscher Vermögensberater (BDV).

Die größten Sorgen müssten sich aber weniger die Baby-Boomer selbst machen. Vielmehr seien es deren Kinder, die mit erheblichen Zusatzbelastungen zur Finanzierung der Renten ihrer Eltern rechnen müssten - sei es durch höhere Beiträge oder Steuerzuschüsse. 

Für Lach ergibt sich hieraus ein klarer Handlungsbedarf: „Wir sind nun an einem Punkt angelangt, an dem die Rentengeschenke der zurückliegenden Legislatur auf den Prüfstand gestellt werden müssen. Ohne Einschnitte bei den Renten der geburtenstarken Jahrgänge wird es nicht gehen, wenn der Anspruch auf Generationengerechtigkeit halbwegs ernst genommen wird. Die Bevölkerung scheint das zu wissen, die Politik hingegen scheut sich vor notwendigen Reformen", so Lach. 

Für die Berechnung des Index wurden 2.000 Personen in Deutschland von INSA CONSULERE im Auftrag des DIVA befragt. Alle Ergebnisse des aktuellen Deutschen Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV) sind auf der Website des DIVA zu finden: www.diva.de

27.08.2021│DIVA analysiert die Programme der Parteien zur Bundestagswahl 2021

Rentenkonzepte der Parteien: Viel Unbestimmtes, wenig Lösungen

Wie sich unser Rentensystem angesichts eines vehementen Demografie-Problems künftig finanzieren und reformieren lässt, ist eines der politischen Kernthemen der Bundestagswahl. Wie sehen die Vorschläge der Parteien aus? Das Deutsche Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA), Hochschulinstitut der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW), hat die Wahlprogramme analysiert. Das ernüchternde Fazit: Viel Unbestimmtes, viele Versatzstücke, wenig Lösungskonzepte.

Der demografische Wandel ist im Rentensystem angekommen. Sukzessive werden in den kommenden Jahren die geburtenstarken Jahrgänge der Wirtschaftswunderjahre aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Das Problem daran: Unser gesetzliches Rentensystem ist als Umlageverfahren organisiert, d.h. die arbeitende Bevölkerung finanziert die aktuellen Renten, Reserven gibt es kaum. Wenn die großen Jahrgänge in Rente gehen, schlägt das zweifach zu Buche: Die Zahl der Beitragszahler schrumpft, und die Zahl der Rentenempfänger wächst. Der Effekt verstärkt sich noch dadurch, dass mit dem „Pillenknick“ Mitte der 60er Jahre die Jahrgänge deutlich kleiner wurden.

Infolgedessen werden, so die Rentenkommission der Bundesregierung, in den nächsten zwei Jahrzehnten die Beitragszahler um 2,5 Millionen schrumpfen, während die Rentenempfänger um über 3 Millionen anwachsen. Hinter dem braven Begriff „demografischer Wandel“ steckt explosive Sprengkraft für das Rentensystem.

Welche Positionen haben die politischen Parteien? Alle wollen das aktuelle Leistungsniveau für die Rentner beibehalten: Rentenhöhe, heute 48 % des Durchschnittsverdienstes, und Renteneintrittsalter, bald 67 Jahre, sollen sich nicht verschlechtern. Die Linke legt sogar noch zwei Schippen drauf: Das Rentenniveau soll auf 53 % steigen, das Rentenalter wieder auf 65 Jahre sinken.

Wie soll das finanziert werden? Bereits heute schießt der Steuerzahler jährlich rund 100 Mrd. Euro zu – das sind rund 30 % der Rentenzahlungen, Tendenz deutlich steigend. Und künftig? Zusätzliche Steuern? Zusätzliche Schulden? Einhelliges Stillschweigen in den Wahlprogrammen.

Grüne, SPD und Linke streben Pflichtsysteme in Form von „Bürgerversicherungen“ für alle Erwerbstätigen – inklusive Beamte, Selbständige, Abgeordnete – an, um die Gruppe der Beitragszahler zu verbreitern. Beitragszahler werden aber früher oder später auch zu Rentenempfängern. Wegen der merklich höheren Lebenserwartung von Beamten bezweifeln Experten, dass eine solche Reform dauerhaft zu einer Entlastung des gesetzlichen Systems führen wird.

Union und FDP setzen auf mehr aktienbasierte Vorsorge, sei es mit einer „Generationenrente“ (Union) oder einer „Aktienrente“ (FDP); und auch der „Bürgerfonds“ der Grünen kann so verstanden werden. Ein sinnvoller Einstieg in eine langfristige Reform. Allerdings: Die Renten der geburtenstarken Jahrgänge lassen sich damit kurzfristig nicht finanzieren.

Ohne eine verstärkte staatliche Förderung privater Vorsorgeanstrengungen wird es auf Dauer nicht gehen. Dazu sind die Menschen, so Umfrageergebnisse des DIVA, auch bereit. Vorschläge der Union, der Grünen und der SPD beschränken sich allerdings auf ein staatliches „Standardprodukt“. Individuelle Präferenzen bei der Vorsorge finden so gut wie keine Berücksichtigung. Vorliegende, durchaus tragfähige Reformvorschläge der Riester-Rente werden ignoriert.

Das deutsche Rentensystem bedarf einer grundlegenden Reform. Sonst droht alles gleichzeitig: höhere Beiträge, länger arbeiten, weniger Rente. An dieser nüchternen Mathematik mogeln sich die Wahlprogramme der Parteien vorbei.  

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Prof. Dr. Michael Heuser von der FHDW zu den Rentenkonzepten der Parteien: Viel Unbestimmtes, wenig Lösungen.

Bildnachweis: FHDW / DIVA

08.06.2021│FHDW-Kampagne „IT-Unternehmen suchen dich!“

100 Unternehmen beteiligt

Vollfinanziertes Studium, beste akademische Ausbildung an einer privaten Hochschule mit einem außergewöhnlich hohen Praxisanteil ergeben beste Karrierechancen für den IT-Nachwuchs. Die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) mit Sitz in Paderborn und weiteren Standorten in Bielefeld, Bergisch Gladbach, Mettmann und Marburg startet jetzt mit 100 Partnerunternehmen eine Kampagne, um dem deutschen Arbeitsmarkt frische, hoch qualifizierte IT-Kräfte zuzuführen.

Die Lage ist prekär: Deutsche Unternehmen müssen ihre Digitalisierungsprozesse schnell vorantreiben, um im globalisierten Markt relevant zu bleiben. Ende 2020 aber waren in Deutschland 86.000 Stellen im IT-Bereich unbesetzt und 70 Prozent aller vom IT-Bundesverband bitkom befragten Unternehmen klagten über einen Mangel an IT-Kräften. „So kann es nicht weitergehen“, sagt Prof. Dr. Stefan Nieland, Präsident der FHDW. „Mit unserer Kampagne ‚IT-Unternehmen suchen dich!‘ wollen wir die Situation proaktiv angehen und Studien- und Ausbildungszahlen im IT-Bereich zeitnah und nachhaltig pushen.“

Die FHDW ist als private Hochschule mit ihren dualen Bachelor-Studiengängen prädestiniert für eine Nachwuchs-Offensive dieser Art. Auf einer FHDW-Veranstaltung nannte NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart die privaten Hochschulen „die Schnellbote unserer Bildungslandschaft“. Der FHDW-Präsident: „Mit unseren stets aktuellen Studieninhalten, unserer außergewöhnlich guten Vernetzung in die Unternehmenslandschaft und unserem überdurchschnittlich hohen Praxisbezug kann ich selbstbewusst sagen, dass wir diesem Bild der Schnellboote gerecht werden. Mit unserer Wendigkeit, unserer Power und unserem Speed haben wir 100 unserer Partnerunternehmen mit ins Boot geholt.“

Mit der Kampagne suchen FHDW und Unternehmen jetzt besonders qualifizierte und motivierte Interessentinnen und Interessenten für ein duales Bachelor-Studium der Wirtschaftsinformatik oder der Angewandten Informatik. Die Unternehmen garantieren den potenziellen Bewerbern die Übernahme der Studiengebühren und bieten beste Karrierechancen. Obligatorisch liegt die Berufseinstiegsquote bei allen Studiengängen an der FHDW bei über 90 Prozent. Das Bachelor-Studium dauert sechs Semester, im dreimonatigen Wechsel zwischen den Theorie- und Praxisphasen arbeiten die Studierenden in den Partnerunternehmen. Nieland: „Sie bekommen dort live und ohne Zeitverzögerung mit, was an Kompetenzen gebraucht wird und wir liefern ihnen die theoretischen Grundlagen dazu – ebenfalls mit hohem Praxisbezug und von Dozenten, die aus der Wirtschaft kommen.“ Im Studiengang Wirtschaftsinformatik können die FHDW-Studierenden einen Schwerpunkt wählen. Optional stehen aktuell unter anderem Cyber Security, Data Science, Mobile Computing und Business Process Management zur Auswahl.

Infos: www.fhdw.de/de/it-unternehmen-suchen-dich.html
Umfrage bitkom: www.statista.com/infografik/16584/zu-besetzende-it-stellen-in-der-deutschen-gesamtwirtschaft/

Bildunterschriften

  1. NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart mit Dr.-Ing. Alexander Brändle, FHDW-Vizepräsident für Digitalisierung. Foto: Klaus Pehle/FHDW
  2. Jährlich untersucht der IT-Fachverband bitkom auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Quelle: bitkom/statista

26.05.2021│Trotz zunehmender Corona-Sorgen: Selbstständige robust

Deutscher Altersvorsorge-Index Frühjahr 2021 

  • Selbständige wirken stabiler als manches Unternehmen.
  • Mehr als die Hälfte kann ihren Umsatz halten oder ausbauen.
  • Allerdings: Fast ein Drittel muss auf Rücklagen fürs Alter zurückgreifen, um die Existenz abzusichern. Die staatlichen Corona-Hilfen reichen nicht.
  • Das DIVA-Institut fordert: Der Staat darf die Selbstständigen auf der Corona-Zielgeraden nicht allein lassen.

Der aktuelle Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV) des Deutschenst Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) zeigt: Die Corona-Krise wirkt sich zunehmend auch im Bereich der Altersvorsorge auf das Stimmungsbild der Bürger aus. Der Index ist gegenüber Herbst 2020 von -1,4 auf -2,0 leicht gesunken. Aufschlussreich ist eine zusätzliche Sonderbefragung von bundesweit 510 Selbständigen. Auch diese zeigen sich mit Blick auf ihre Altersvorsorge verunsichert. Dennoch wirken sie finanziell robuster und stabiler als manches große Unternehmen. Das DIVA in Marburg ist das gemeinsame Forschungsinstitut der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) und des Bundesverbands Deutscher Vermögensberater (BDV).

Mehr als die Hälfte der befragten Selbstständigen konnte in der Coronakrise ihren Umsatz halten (45 %) oder sogar ausbauen (7,1 %). Allerdings erlitten auch 46,5% Umsatzeinbußen, die Hälfte davon mehr als 50 % ihres Umsatzes. Davon sind insbesondere ältere Selbständige ab 50 Jahren betroffen. Nur eine Minderheit von rund 36 % der Befragten bemühte sich um Corona-Hilfen vom Staat, über 70 % davon erhielten sie auch. Die Hälfte nimmt aber an, dass das nicht reichen wird, um den Geschäftsbetrieb künftig zu gewährleisten. FHDW-Professor und DIVA-Direktor Michael Heuser: „Für die Selbständigen wird es zu einer ‚Normalität‘ noch dauern.“

52 % der Selbstständigen äußern die Besorgnis, dass ihre Altersvorsorge unzureichend sein könnte. Weibliche Befragte befürchten dieses deutlich häufiger als männliche (59 % zu 43 %) und Befragte aus dem Osten deutlich häufiger als Befragte aus dem Westen (60 % zu 48 %). Fast ein Drittel (29,2 %) musste bereits auf Rücklagen fürs Alter zurückgreifen, um die Existenz zu sichern, ein Drittel (33 %) davon auf mehr als 50 % ihrer Rücklagen.

Dennoch wechselten nur wenige Selbständige (7,8 %) ihre beruflichen Tätigkeit oder erwägen dies konkret in den nächsten Monaten. DIVA-Leiter Heuser: „Selbständige können ihre berufliche Existenz - anders als bilanzierende Unternehmen – eine ganze Weile auch durch Rückgriff auf Reserven im privaten Bereich sichern.“ Über 90 % sähen in ihrer aktuellen Tätigkeit grundsätzlich auch ihre berufliche Zukunft – wenngleich ein Fünftel davon unter dem Vorbehalt einer baldigen Besserung der Situation. „Es wäre angebracht, dass der Staat den Selbstständigen mehr unter die Arme greift. Ihre Robustheit und Stabilität sind starke volkswirtschaftliche Argumente!“, so Heuser.     

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DIVA-Direktor Prof. Dr. Michael Heuser: „Auf der Corona-Zielgeraden darf der Staat die Selbstständigen nicht allein lassen. Sie sind unentbehrlich für unsere Wirtschaft.“

Bildnachweis: FHDW / DIVA

17.05.2021│Menschen sparen in der Krise mehr fürs Alter

Deutscher Altersvorsorge-Index Frühjahr 2021 

  • Die Pandemie drückt  die Stimmung der Bürgerinnen und Bürger bezüglich ihrer Altersvorsorge.
  • Mehr als die Hälfte geht von Einbußen bei der gesetzlichen Rente aus; die Sorge vor Altersarmut ist in der Bevölkerung präsent.
  • Auch deshalb wird vermehrtes Sparen in der Corona-Krise für mehr private Altersvorsorge verwendet – zunehmend mit aktienbasierten Anlagen.

Die Corona-Krise trübt das Stimmungsbild der Menschen in Deutschland bezüglich ihrer Altersvorsorge ein. Nicht zuletzt deshalb investiert ein Viertel der Bürgerinnen und Bürger pandemiebedingte Ersparnisse in die eigene Altersvorsorge. Das ist das Ergebnis des jüngsten Deutschen Altersvorsorge-Index des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) in Marburg, eines gemeinsamen Forschungsinstituts der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) und des Bundesverbands Deutscher Vermögensberater (BDV). Der Index namens DIVAX-AV basiert auf einer zeit- und inhaltsgleichen Tandembefragung von 2000 Bürgern und 800 BDV-Mitgliedern. Er ist im Frühjahr 2021 gegenüber dem Herbst 2020 von -1,4 auf -2,0 leicht gesunken.

Fast jeder fünfte befragte Bürger (18,5 %) gibt an, dass sich seine finanzielle Absicherung im Ruhestand verschlechtert hat. Gar mehr als jeder Zweite (54,7 %) geht beim Blick in die Zukunft für die kommenden zehn bis zwanzig Jahre von Einbußen bei der gesetzlichen Rente aus. FHDW-Professor und DIVA-Direktor Michael Heuser erklärt: „Natürlich spielt die Pandemie dabei eine Rolle. Den Menschen wir zunehmend bewusst, dass der Sozialstaat auch wegen der gigantischen Corona-Schulden den Gürtel in Zukunft enger schnallen muss. Hinzu kommt ganz konkret, dass Kurzarbeit von Millionen Menschen deren Einzahlungen und damit spätere Ansprüche an die gesetzliche Rente verringert. Und nicht zuletzt drohen in einigen Branchen wie im Hotel- und Gastgewerbe Insolvenzen und Arbeitslosigkeit.“

Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass die Sorge vor Altersarmut in der Bevölkerung deutlich präsent ist. Bemerkenswert sei aber, so der DIVA-Experte, dass diesbezügliche Sorgen um so größer seien, je jünger und also je weiter von der Rente entfernt die Menschen seien. Fast 60 % der Altersgruppen unter 40 Jahren und immer noch mehr als 50 % über 40 Jahre äußern sich besorgt. Bei Bürgern über 50 Jahren sinkt dann der Anteil auf 44 %.

Ein weiterer Befund der Befragung: Die Menschen sparen in der Corona-Krise mehr; rund die Hälfte legt zusätzlich Geld auf die hohe Kante. Das sei nicht verwunderlich, meint Heuser: „Zum einen ist in Krisen Vorsichtssparen typisch; hinzu kommt, dass den Menschen derzeit die Gelegenheiten zum Geldausgeben fehlen.“ Kaum Gelegenheit und Bedarf für neue Outfits, keine Einkaufsbummel, keine Restaurantbesuche, keine Kinos und Feste, keine Urlaube und Kurztrips – das zwangsläufig Gesparte ließe sich auch im Internet-Shopping nicht komplett ausgeben.

Mit diesem eingesparten Geld ergänzt immerhin ein Viertel aller Befragten sein private Altersvorsorge. Dass dies vermehrt in aktienbasierten Anlageformen geschehe, deute darauf hin, dass es inzwischen ein breites Angebot an Börsenlösungen für die Altersvorsorge gebe und dieses gut angenommen werde. Heuser: „Für die eigene Altersvorsorge verfügbare Mittel in solide Börsenprodukte zu stecken, ist eine kluge und weitsichtige Entscheidung.“

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DIVA-Direktor Prof. Dr. Michael Heuser: „In Deutschland wird während der Pandemie mehr Geld auf die hohe Kante gelegt. Dieses in die eigene Altersvorsorge zu stecken, ist eine kluge Entscheidung.“

Bildnachweis: FHDW / DIVA

05.03.2021│„Millennials – die gefährdete Generation“

Interview mit Christoph Schmallenbach, Generali Deutschland, und Prof. Dr. Michael Heuser, Deutsches Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA)

Christoph Schmallenbach ist Mitglied des Vorstands der Generali Deutschland AG und hier verantwortlich für den Exklusivvertrieb. Die Generali Deutschland ist die zweitgrößte Erstversicherungsgruppe im deutschen Markt.

Prof. Dr. Michael Heuser ist Professor an der FHDW und zugleich wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA). Das DIVA ist Hochschulinstitut der FHDW und Forschungsinstitut des Bundesverbands Deutscher Vermögensberater (BDV). Es veröffentlicht je zweimal jährlich den Deutschen Geldanlage-Index (DIVAX-GA) und den Deutschen Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV).

Das Thema: „Millennials – die gefährdete Generation“

In den vergangenen drei Jahren führte Generali Deutschland eine Langzeitstudie zur Altersvorsorge von jungen Menschen durch. Das DIVA ermittelt zweimal jährlich den Deutschen Altersvorsorge-Index (DIVAX-AV). Beide Initiativen, sowohl der Generali als auch des DIVA, basieren auf repräsentativen Befragungen junger Menschen zwischen 20 und 30 Jahren. Sie erlauben Schlussfolgerungen auf Einstellungen und Sichtweisen der Millennials zu ihrer Altersabsicherung. Im Interview mit der FHDW kommen Christoph Schmallenbach und Michael Heuser zum Ergebnis: Die Millennials sind bezüglich ihrer Altersversorgung eine „gefährdete Generation“ – und sehen das selbst auch sehr realistisch.
 

FHDW: Herr Schmallenbach, Herr Heuser, viele junge Menschen – bleiben wir ruhig beim Begriff „Millennials“ – fühlen sich beim Thema Altersversorgung und ihrer Komplexität überfordert. In diesen Wochen haben die Generali ihre neue Studie zur „Gefährdeten Generation“ und das DIVA seinen neuen Altersvorsorge-Index veröffentlicht. Erklären Sie uns bitte die weitreichende Problematik, die dahintersteckt. Was sind Ihre Erkenntnisse?

Schmallenbach: Das Fazit unserer Generali-Studie fällt ziemlich eindeutig aus: Die jungen Generationen um die 30 und darunter fühlen sich in der Rentendiskussion vergessen. Wenn heute in der Öffentlichkeit über die Rente diskutiert wird, dann stehen zumeist diejenigen Bevölkerungsgruppen im Vordergrund, die kurz vor der Rente stehen oder bereits Rentner sind. Viele junge Menschen haben den Eindruck, sie seien angesichts der demografischen Entwicklung klar im Nachteil. Und sie fragen sich: Werden unsere Renten in ferner Zukunft überhaupt noch finanzierbar sein?

Heuser: Das bestätigen auch die Untersuchungen des DIVA. Mehr als 60 Prozent der jungen Leute unter 30 Jahre machen sich Sorgen, im Alter von Armut betroffen zu sein. Wir fragen übrigens auch die Älteren – sozusagen die Eltern- und Großeltern-Generation –, ob sich junge Leute, die heute in ihren Zwanzigern sind, Sorgen machen müssen. Eine überwältigende Mehrheit, über 80 Prozent, meint, dass ihre Kinder und Enkel im Alter in eine Armutsfalle laufen könnten.

FHDW: Halten Sie diese Sorge für berechtigt?

Heuser: Definitiv. Denn am demografischen Dilemma führt kein Weg vorbei. Von der Elterngeneration gibt es ziemlich viele, man spricht von den Babyboomern. Das Dumme für das Rentensystem ist, dass diese Babyboomer selbst nicht genug Kinder haben, also Beitragszahler von morgen. Die Konsequenz: Die wenigen Jungen müssen eine erhebliche finanzielle Kraftanstrengung betreiben, um die Renten ihrer vielen Eltern zu bezahlen. Gleichzeitig müssen sie mehr Geld auf die hohe Kante legen, um selbst ein gedeihliches Auskommen im Alter zu haben.

Schmallenbach: Die Millennials sind in einer Sandwich-Position. Das zeigen auch die Rentenprognosen, die zum Teil bis 2070 gehen. Das mag nach ferner Zukunft klingen, ist es aber überhaupt nicht. Die Rentner 2070 sitzen heute in den Hörsälen der FHDW, beenden heute ihre Ausbildung, beginnen heute zu arbeiten. Es ist jetzt die Zeit und, wie ich finde, auch ein Gebot der politischen Redlichkeit, dass die Gesellschaft sich Gedanken über die Finanzierbarkeit und Reformierbarkeit des Rentensystems macht.

FHDW: Wie könnte eine Lösung aussehen?

Schmallenbach: Der bislang einfachste Weg war ja, die Rentenlöcher mit Zuschüssen aus dem Bundeshaushalt zu stopfen. So haben wir es bisher gemacht. Schon heute legt der Steuerzahler auf die Umlage, die die Jungen in den Rententopf zahlen, noch mal 100 Mrd. Euro im Jahr drauf. Ich halte das mittel- bis langfristig nicht für die richtige Lösung.

Heuser: Die wichtigen Stellschrauben unseres aktuellen Rentensystems sind die Beitragssätze, die Rentenhöhe, das Renteneintrittsalter, derzeit 67 Jahre, und Bundeszuschüsse. Die rechnerische Lösung unserer Rentenprobleme ist simpel: späterer Renteneintritt oder höhere Beiträge oder weniger Rente oder höhere Steuerzuschüsse – oder auch alles gleichzeitig, damit jeder einzelne Eingriff moderat bleibt.

Schmallenbach: Das Problem ist, dass wir bereits heute beim Rentenalter, bei den Beitragssätzen, bei der Rentenhöhe an Schmerzgrenzen angekommen sind. Sie zu überschreiten, ist politisch schwierig. Und einer beliebigen Ausweitung der Bundeszuschüsse setzen die gewaltigen Corona-Ausgaben enge Grenzen.

Heuser: Und das demografische Dilemma kommt gerade erst auf uns zu; die große Rentnerwelle der Babyboomer baut sich gerade erst auf.

FHDW: Heißt das, dass der Generationenvertrag, also dass die Jungen die Renten für die Alten verdienen, langfristig ein Auslaufmodell ist?

Heuser: Der Generationenvertrag wird aus meiner Sicht langfristig Bestand haben. Auch künftig wird die arbeitende Bevölkerung im Umlageverfahren die Rentnerinnen und Rentner unterstützen. Das wird aber immer weniger reichen. Die Lücke zwischen dem, was man im Alter braucht, und dem, was man aus der gesetzlichen Rente bekommt, wird größer werden. Am Ende wird es auf drei Optionen zulaufen, zwischen denen die Gesellschaft und der Einzelnen wählen können: länger arbeiten, weniger Rente, selber vorsorgen.

Schmallenbach: Der Generationenvertrag wird künftig nicht mehr die alles dominierende, sondern nur noch eine von mehreren Säulen unseres Vorsorgesystems sein. Die weiteren Säulen der Altersabsicherung – betrieblich und private Vorsorge – müssen stärker werden.

FHDW: Welchen Ratschlag haben Sie für die jungen Menschen in Deutschland?

Schmallenbach: Nur wer selbst etwas tut, wird im Alter ein auskömmliches Leben führen können.

Heuser: Jedem 20-Jährigen muss klar sein: Mit dem Start ins Berufsleben muss auch der Aufbau privater Altersvorsorge beginnen. Das müssen keine hohen Beträge sein; vielmehr sind drei Dinge entscheidend: Früh beginnen, kontinuierlich sparen, über Jahrzehnte durchhalten.

Schmallenbach: Kar ist, dass die Thematik für junge Menschen nicht einfach, zum Teil sogar extrem kompliziert ist. Deshalb halte ich es für unabdingbar, dass junge Menschen sich frühzeitig Unterstützung und Ratschlag holen, um die Weichen für ihre finanzielle Zukunft richtig zu stellen.

FHDW: Wie lassen sich junge Leute frühzeitig für ihre Altersabsicherung interessieren?

Schmallenbach: Dabei müssen Politik, Rentenversicherung und auch wir als private Versicherungswirtschaft Hand in Hand gehen. Wir brauchen eine breite, umfassende Aufklärung zum Thema Altersversorgung – gerade für junge Leute.

Heuser: Wichtig ist auch eine gute Beratung. Das ist ein wiederkehrendes Muster in unseren Befragungen: Weit mehr als andere sind Beratene überzeugt, sachgerechte, langfristig tragfähige Geldentscheidungen zu treffen. Wie auch immer, holen Sie sich guten Rat.

Schmallenbach: Wer optimal und sicher vorsorgen will, der braucht jemanden, der Wege aufzeigt. Die Expertise eines guten Beraters kann sehr nützlich sein, um seine Situation, seine Pläne und Perspektiven zu analysieren und zu einer soliden, stabilen, sicheren Altersabsicherung zusammenzubinden.

FHDW: Und die gesellschaftliche, politische Perspektive?

Heuser: Deutschland muss jetzt neue Wege in Sachen Altersvorsorge einschlagen. Reformen auf den Weg bringen. Das ist eine drängende gesellschaftspolitische Aufgabe. Wir müssen die Reformdiskussion heute führen, und zwar mit Vehemenz. Das muss ein wichtiges Thema im aufziehenden Bundestagswahlkampf werden.

Schmallenbach: Um die Alterssicherung zukunftsfest zu machen, muss vor allem die private Vorsorge einfacher und attraktiver werden – bei der Förderung und bei den Produkten. Ich erwarte, dass die Politik hierfür die Weichen stellt. Das muss keine Revolution sein – wir haben schon gute und effektive Instrumente, die jedoch an die jeweiligen Rahmenbedingungen angepasst werden sollten. Das heißt für uns auch, dass wir unsere Angebote einfacher gestalten. Denn wichtig ist, dass jungen Menschen eine Perspektive und nachvollziehbare Lösungen angeboten werden.

FHDW: Vielen Dank, Herr Schmallenbach, Herr Prof. Heuser, für das interessante, kurzweilige Gespräch.

 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.generali.de/gefaehrdete-generation/ und unter www.diva.de 

Bildnachweis: FHDW / DIVA

16.02.2021│Deutscher Geldanlage-Index (DIVAX-GA) Winter 2020/21: Junge Leute wollen mehr Nachhaltigkeit bei ihrer Geldanlage

Der aktuelle DIVAX-GA zeigt: Das Stimmungsbild in Deutschland in Bezug auf Aktien trotzt der Corona-Krise. In den Umfragen des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) äußerst die Mehrheit der Befragten eine positive Einstellung, wenn es um die langfristige Geldanlage in Aktien, Fonds und aktienbasierte Lebens- und Rentenversicherungen geht. Im bundesweiten Durchschnitt geht der Index nur leicht von 44,2 im Sommer auf immer noch solide 41,1 zurück. Das DIVA ist das gemeinsame Forschungsinstitut des Bundesverbands Deutscher Vermögensberater (BDV) und der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW).

„Aktienmuffel sind in der Minderheit“, erläutert FHDW-Professor Michael Heuser, wissenschaftlicher Direktor des DIVA, die aktuellen Zahlen. Zwar bewege sich die Quote der Besitzer von Aktien und aktienbasierten Anlagen auf unter 20 Prozent und damit im internationalen Vergleich auf recht niedrigem Niveau. Aber es tue sich etwas. Die DIVA-Umfragen zeigten: Insbesondere jüngere Menschen drängen verstärkt an die Aktienmärkte. Intuitive Smartphone-Apps von Banken und neuen Online-Brokern kommen ihrem Börsen-Verhalten vom Informieren über das Kaufen bis zum Beobachten entgegen.  „Das ist nicht Corona“, so Heuser, „diese junge Lust auf Börse, insbesondere auf Aktienfonds, ist längerfristig. Wir sehen einen Einstellungswandel, der anhalten wird.“

Die jungen Leute geben mit ihrem Engagement auch dem Thema Nachhaltigkeit in der Geldanlage Schwung. Schon heute meint mehr als die Hälfte der Bürger, man kann die Wirtschaft sauberer, fairer und anständiger machen, wenn man bei seiner Geldanlage ökologische, soziale und ethische Belange berücksichtigt. Bei konkreten Anlageentscheidungen spielt das aber nach den DIVA-Umfragen eine untergeordnete Rolle. „Mit dem Einzug der Jungen an den Börsen“, vermutet Wissenschaftler Heuser, „wird das Kriterium der Nachhaltigkeit beim Investieren zunehmend Relevanz erhalten.“

Noch ist der Begriff der Nachhaltigkeit recht diffus. Die Finanzmärkte sind weit davon entfernt, sich auf ein gültiges und messbares Konzept zu verständigen. Und auch die EU tut sich mit aktuellen Bemühungen schwer, zu mehr Klarheit und Transparenz beizutragen. DIVA-Leiter Heuser: „Zu beurteilen, ob ein Aktienfonds mit 50 oder 100 Einzelaktien insgesamt nachhaltig ist, ist ein kompliziertes Unterfangen. Jedes Unternehmen weist anders aus, und jeder Geldanleger hat eigene Vorstellungen von Nachhaltigkeit.“ Zudem sei viel „Greenwashing“ auf dem Markt unterwegs, also willkürliche, eigennützige Definitionen von Nachhaltigkeit.

Doch der gesellschaftliche Einstellungswandel sei „ein steter Tropfen“. Der aktuelle DIVAX-GA zeige, dass die Menschen vermehrt die Aktienmärkte für den eigenen Vermögensaufbau und die langfristige Altersabsicherung nutzen und sich vernünftig am Zukunftspotential der Volkswirtschaft beteiligen wollten. Zugleich würde gerade den jungen Anlegern wichtig, über die Börse realen Einfluss auf die Werte und Entwicklung der Volkswirtschaft zu nehmen. „Das ist alles sehr ermutigend für eine moderne Aktienkultur in Deutschland“, so das Resümee von DIVA-Chef Heuser. 

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DIVA-Direktor Prof. Dr. Michael Heuser: „Die jungen Leute entwickeln einen neuen Appetit auf Börse. Und wollen damit die Wirtschaft ökologischer, sozialer und anständiger machen.“ 

Bildnachweis: FHDW / DIVA

15.01.2021│Geldanlag-Index: Junge Leute haben Lust auf Börse – Menschen in Deutschland sind keine „Aktienmuffel“

Deutscher Geldanlage-Index Winter 2020/21 

Der aktuelle Deutsche Geldanlage-Index zeigt: Das Stimmungsbild in Deutschland in Bezug auf Aktien trotzt der Corona-Krise. In den Umfragen des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) vom Dezember äußerst die Mehrheit der Befragten weiterhin eine positive Einstellung, wenn es um die langfristige Geldanlage in Aktien, Fonds und aktienbasierte Lebens- und Rentenversicherungen geht. Im bundesweiten Durchschnitt geht der Index nur leicht von 44,2 im Sommer auf immer noch solide 41,1 zurück.

Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland hält Aktien, Fonds und Versicherungen auf Aktienbasis für eine attraktive Anlageform. „Überzeugte Aktienmuffel sind klar in der Minderheit“, erläutert FHDW-Professor Michael Heuser, wissenschaftlicher Direktor des DIVA, die aktuellen Zahlen. Zwar verharre die Quote der Besitzer von Aktien und aktienbasierten Anlagen auf deutlich unter 20 Prozent und damit im internationalen Vergleich auf recht niedrigem Niveau. Die Umfrage deute aber darauf hin, dass sich etwas bewegen könnte. Jeder Dritte gebe an, sich in näherer Zukunft stärker an der Börse engagieren zu wollen.

Favoriten hierfür sind für Heuser nicht so sehr Einzelaktien, sondern vielmehr Aktienfonds und fondsbasierte Lebens- und Rentenversicherungen. Konjunkturzyklen, Marktumbrüche, abrupte Schocks oder auch Managementfehler könnten auf den Kurs einer Einzelaktie voll durchschlagen. Zum Beispiel habe der Corona-Schock die Lufthansa mit Wucht getroffen; entsprechend sei das Jahr 2020 für Lufthansa-Aktionäre unerfreulich gewesen. Dasselbe gelte für Wirecard-Aktionäre; hier sei massives Managementversagen für die Kurseinbrüche verantwortlich. Solche Verluste würden einem breiteren Börsenpublikum in Deutschland nicht liegen. „Deshalb sind Aktienfonds eine wunderbare Erfindung der Finanzmärkte“, so Heuser. Dort legt man sein Geld in einem Korb verschiedenster Aktien an, deren Risiken sich gegenseitig und über einen langen Anlagezeitraum ausgleichen. Das mache sie auch für die private Altersvorsorge, z.B. auch beim Riester- und Rürup-Sparen, interessant.

Auch wenn die Befragungsergebnisse generell ein recht zuversichtliches Bild vermitteln, hat die Corona-Krise dennoch ihre Spuren hinterlassen. Vor allem die 30- bis 50-jährigen zeigen in der zweiten Jahreshälfte 2020 eine gewisse Börsen-Verunsicherung. „Diese Gruppe befindet sich in der Volllastphase ihres Lebens, bestimmt zunehmend gesellschaftliche Einstellungen und ist für die mittelfristige Aktienkultur in Deutschland wichtig“, erläutert Heuser. Der aktuelle Rückgang ihrer Aktienzuversicht sei an sich nicht dramatisch, solange sich hier kein Trend ausbilde.

Umgekehrt würde Heuser gerne sehen, dass sich eine Entwicklung bei den Menschen unter 30 Jahren zum Trend verstetigt: „Die jungen Leute entwickeln einen neuen Appetit auf Börse.“ Banken, Fondsgesellschaften und Vermögensberater berichten seit Monaten verstärkt, und die DIVA-Umfragen bestätigen: Diese Altersgruppe legt einen ausgeprägten Aktienoptimismus, vor allem auf die erwähnten Fonds, an den Tag.

Dies sei deshalb ermutigend für eine moderne Aktienkultur in Deutschland, so Heuser, weil der „Anlegernachwuchs“ in größerer Anzahl bereits im frühen Alter mit der Börse experimentiere und erste Erfahrungen sammle. Für die jungen Leute selbst sei es gut, in ihren Vermögensaufbau und in ihre langfristige Altersvorsorge frühzeitig auch „Anlagen in Produktivkapital“ einzubauen. Die Börse reflektiere das Zukunftspotential der deutschen Volkswirtschaft und der Weltwirtschaft; an den Aktienmärkten Geld anzulegen heiße, sich an diesem Zukunftspotential zu beteiligen.

Zudem könne mit der „Generation Greta“ die Nachfrage nach nachhaltigen Anlageprodukten einen zusätzlichen Schub erhalten. „Den Menschen wird zunehmend wichtig, auch beim Geldanlegen ihre sozialen, ethischen und ökologischen Vorstellungen zu berücksichtigen“, interpretiert das DIVA die Zahlen. Allerdings stehe dieser Aspekt im Spannungsfeld mit der Sicherheit, der Rendite und der Verfügbarkeit der Geldanlage. Heuser: „Bei konkreten Anlagenentscheidungen ist Sicherheit klar dominierend, Nachhaltigkeit spielt eine untergeordnete Rolle. Und das ist in allen Gruppen der Gesellschaft so: bei Alt und Jung, Reich und Arm, Bürger und Berater, Frau und Mann, Ost und West.“ Heuser ist überzeugt, dass sich das in Zukunft ändern wird, nicht zuletzt auch aufgrund von politischen Bemühungen zum Beispiel der Europäischen Kommission, mehr Klarheit in den recht unscharfen Begriff der Nachhaltigkeit zu bringen.

Bemerkenswert ist an den DIVA-Ergebnissen auch, dass etwa ein Drittel der Befragten ungenügendes Fachwissen dafür angab, warum aktienbasierte Anlagen in Deutschland Nachholbedarf haben. Das sei nicht gut, so Heuser: „Sachkunde, Erfahrung und Respekt vor der Komplexität sind an der Börse unabdingbar.“ Andererseits würden die Menschen zunehmend erkennen, dass man die Renditepotentiale der Börse nicht vernachlässigen dürfe. Gute Beratung könne hier hilfreich sein. Vor diesem Hintergrund sei interessant, dass nur 50 Prozent der Bürger insgesamt, aber 80 Prozent der Kunden von Vermögensberatern das Sparen in Aktienformen für attraktiv halten. Heuser: „Der Deutsche Geldanlage-Index zeigt, dass die Menschen in Deutschland die Börse, unser Produktivkapital, zunehmend als Option der Geldanlage annehmen. Ich sehe Deutschland auf gutem Weg, zu einem Land kluger Geldanleger zu werden.“

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DIVA-Direktor Prof. Dr. Michael Heuser: „Die jungen Leute entwickeln einen neuen Appetit auf Börse. Deutschland ist auf dem Weg zu einem Land kluger Geldanleger.“

Bildnachweis: FHDW / DIVA

27.11.2020│Wirtschaftswoche: FHDW ist „Top Digitaler Bildungsanbieter“

Für das Magazin Wirtschaftswoche hat das Marktforschungsinstitut ServiceValue die Nutzerzufriedenheit von Anbietern digitaler Bildung untersucht. Die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) bekam dabei die Note 2,50 – nur 0,08 Notenpunkte hinter dem Erstplatzierten in der Kategorie Wirtschaftshochschulen. Dafür bekam die FHDW das Siegel „Top Digitaler Bildungsanbieter“ verliehen.

Digitale Bildung war 2020 eines der Topthemen des Jahres. Durch die Corona-Pandemie mussten Bildungseinrichtungen auf E-Learning, Online-Seminare, virtuelle Klassenzimmer und Vorlesungsräume sowie Beratungschats umstellen. Im September hat die Wirtschaftswoche die Nutzerzufriedenheit bei digitalen Bildungsangeboten in Deutschland abgefragt. In verschiedenen Kategorien vergaben Nutzer von 115 Anbietern Schulnoten für die Qualität der online vermittelten Bildung. Insgesamt kamen so 10.750 Bewertungen zusammen.

Jetzt hat die Wirtschaftswoche die Ergebnisse veröffentlicht: Die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) mit Sitz in Paderborn und Standorten in Bielefeld, Mettmann, Marburg und Bergisch Gladbach erhielt dabei die Durchschnittsnote 2,50 und landete bundesweit auf Platz 7 unter den Wirtschaftshochschulen. Der bestplatzierte Anbieter kam auf die Note 2,42. Die FHDW darf sich nun „Top Digitaler Bildungsanbieter“ nennen und bekam von der Wirtschaftswoche das entsprechende Siegel verliehen. Für FHDW-Präsident Prof. Dr. Stefan Nieland ist die Qualitätsauszeichnung nicht das Ergebnis kurzfristiger Maßnahmen, sondern langjähriger Erfahrung: „In unseren berufsbegleitenden Master-Studiengängen nutzen wir seit vielen Jahren obligatorisch und sehr erfolgreich innovative Methoden des E-Learning. Unsere Dozenten sind dafür methodisch, pädagogisch und technisch qualifiziert, die Infrastruktur darauf ausgerichtet und so war es im März für uns kein Problem, auch unsere Bachelor-Studiengänge auf Online-Vorlesungen umzustellen.“

Auch außerhalb des Hochschulbetriebs bewährte sich die FHDW im ablaufenden Jahr durch digitale Weiterbildungs- und Informationsangebote. Zahlreiche Nutzer verfolgten die frei zugänglichen Online-Seminare, in denen Experten der FHDW und deren Partnerunternehmen ihr Know-how weitergaben. Themen waren unter anderem Künstliche Intelligenz, Online Marketing, Business Analytics und nachhaltiges Unternehmertum.

06.07.2020│Geldanlage in Corona-Zeiten: Menschen in Deutschland zwischen Zuversicht und Skepsis

Deutscher Geldanlage-Index des DIVA-Instituts

  • Die Deutschen sehen in der Corona-Krise Aktien eher positiv
  • West-Ost-Gefälle: Östliche Bundesländer gegenüber Aktien zurückhaltender
  • Junge Menschen (18-29 Jahre) und Besserverdienende setzen auf Aktien
  • Staat ist Schlusslicht, wenn es um Vertrauen in Geldanlage geht
  • Verlustrisiko hält viele Geldanleger von Aktien fern
  • Sicherheit und Rendite der Geldanlage wichtiger als Nachhaltigkeit

Das Deutsche Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung in Marburg (DIVA) hat ermittelt, wie die Menschen in Deutschland die Chancen des Sparens in aktienbasierten Anlageformen (Aktien, Aktienfonds oder fondsgebundene Lebensversicherungen) einschätzen. Die Zahlen zeigen zwei Welten: Über die Hälfte der Menschen meint, es gebe vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie keinen Grund zur Aufregung. Die aktuelle Situation biete Chancen, und man solle sein Engagement an der Börse wie bisher fortsetzen oder sogar verstärken. Jeder Fünfte will hingegen Pausieren oder sein Engagement reduzieren.

Deutscher Geldanlage-Index misst Einstellungen zu Aktien
Erstmals ermittelte das DIVA im Mai und Juni 2020 den so genannten Deutschen Geldanlage-Index, der die Einstellungen und Einschätzungen der Menschen in Deutschland zur Geldanlage, insbesondere in Aktien, Aktienfonds und fondsgebundene Lebensversicherungen, misst. Der Index wird zukünftig zweimal im Jahr ermittelt. Mit dem Deutschen Geldanlage-Index lassen sich zukünftig entsprechend Veränderungen in den Einstellungen zur Aktienanlage zum Beispiel in Abhängigkeit von der aktuellen Kapitalmarktsituation nachweisen. Das Besondere an seiner Ermittlung: Neben einer repräsentativen Stichprobe von gut 1.000 (zukünftig 2.000) Endverbrauchern werden im Index auch die Einschätzungen von rund 1.500 Experten (Finanzanlagenvermittler nach §34f Gewerbeordnung) mit rund 1,5 Millionen Kunden berücksichtigt. Der Deutsche Geldanlage-Index des DIVA zeichnet sich demnach nicht nur durch ein Stimmungsbild in der Bevölkerung, sondern auch durch weitreichende Expertise derjenigen aus, die tagtäglich die Bürger beraten. Die (Online-)Befragung der Endverbraucher wurde durchgeführt von der INSA-Consulere, die der Experten durch das DIVA.

Corona-Krise: Insgesamt tendenziell positives Stimmungsbild zu Aktien
Auf einer Werteskala von -100 bis +100 zeichnet der Deutsche Geldanlage-Index bei seiner erstmaligen Messung mit einem Wert von +44,2 tendenziell ein positives Stimmungsbild, wobei die Endverbraucher mit einem Wert von +24,9 hinter den Experten (+63,4) zurückbleiben. Dies liegt daran, dass es ja gerade die Aufgabe der Berater ist, ihren Kunden die Vorteile aktienbasierter Anlageformen näher zu bringen.

Die insgesamt positive Stimmung deckt sich mit dem aktuellen Anlegerverhalten: Einhellig berichten Banken und Fondsgesellschaften aktuell über erhebliche Mittelzuflüsse in aktienbasierte Anlagen. „Die Deutschen haben offensichtlich dazu gelernt. Die Kurschancen im März 2020 bei einem DAX-Niveau von Corona-bedingt nur noch 8.500 Punkten haben viele genutzt. Schaut man sich die aktuellen Börsenstände an, war dies eine gute Entscheidung“, so Prof. Dr. Michael Heuser, wissenschaftlicher Direktor des DIVA. Allerdings muss davon ausgegangen werden, dass sich die Gewinne nicht gleichmäßig auf alle verteilen: Besonders profitiert haben die Bürger in Bayern und Baden-Württemberg, eher junge Menschen und Besserverdienende, denn die verzeichnen die höchsten Werte im Geldanlage-Index.  

Staat als Geldanleger ist Schlusslicht
Fragt man die Bürger und die Experten danach, wem sie ihr Geld am ehesten anvertrauen würden, wenn es um die Geldanlage in Aktien ginge, wäre der Staat Schlusslicht (Bürger: 14,0%; Experten: 0,9%). Auf den Plätzen eins und zwei lägen die Banken (31,6% / 6,1%) und die Fondsgesellschaften (30,2% / 85,4%). Die Ergebnisse sind insoweit von politischem Interesse, als es in Deutschland immer wieder Diskussionen über einen Staatfonds für die private Altersvorsorge gibt, dessen Geld - ähnlich wie in Norwegen – zu einem Großteil auch in Aktien investiert würde. Die Umfrage erteilt einem solchen Ansinnen eine klare Absage.

Staatliche Förderung wäre wünschenswert
Trotz des durchaus positiven Stimmungsbildes profitieren immer noch zu wenig Deutsche von den Chancen aktienbasierter Anlageformen - gerade in Zeiten von Null-Zins eine auch politisch gesehen nicht optimale Situation. Denn es sind vor allem die Besserverdienenden, die den mit Abstand höchsten Geldanlageindex aufweisen und deshalb profitieren. Fragt man die Bürger, was neben der Renditechance zur Anlage in Aktien motivieren würde, liegt auf Platz eins eine Garantie gegen Verluste (43% / 20,4%), aber schon auf Platz zwei die staatliche Förderung (31,9% / 44,2%), zum Beispiel durch Zulagen und steuerliche Vergünstigungen. „Die aktuelle Diskussion zur Finanztransaktionssteuer kommt zur Unzeit. Sollen mehr Bürger mit Produktivvermögen sparen und vorsorgen, darf diese Sparform nicht noch zusätzlich bestraft werden“, so Professor Heuser.

Die Deutschen sind risikoscheu
Wird umgekehrt danach gefragt, warum immer noch viele Anleger um Aktien einen großen Bogen machen, ist das Bild eindeutig: 38,2% (Bürger) bzw. 31,3% (Experten) nennen als Hauptgrund die Sorge vor einem Totalverlust. Auf Rang zwei landet das Risiko der Anlageform (35,4% / 28,4%). Auffällig: Bei den Experten beklagen immerhin 38% bürokratische Hürden zum Beispiel bei der Depoteröffnung - ein klarer Hinweis darauf, dass die Geldanlage inzwischen in hohem Maße reguliert ist.

Nachhaltigkeit von Geldanlagen hat untergeordnete Bedeutung
Ganz allgemein ermittelte das DIVA im Zusammenhang mit dem Index die Prioritäten der Bürger bei der Geldanlage mit Blick auf deren Liquidität, Nachhaltigkeit, Rendite und Sicherheit. Was also ist den Bürgern am wichtigsten? In allen Altersgruppen lag die Sicherheit der Geldanlage deutlich vor der Rendite. Im Zweifel verzichten die Deutschen also auf Rendite, wenn dafür das Geld sicher ist. Dies erklärt, warum immer noch zu wenig Bürger die Chancen der aktienbasierten Anlage nutzen. Denn zumindest Aktien in Form von Einzelwerten sind nun einmal riskanter als beispielsweise die Anlage in Tagesgeld. Die Befragung der Experten liefert hier aber eine zusätzliche Erklärung: Nach deren Einschätzung fehlt es bei rund der Hälfte ihrer rund 1,5 Millionen Kunden (47,8%) an den erforderlichen Kenntnissen über die Funktionsweise aktienbasierter Anlageformen.   

Auf den Plätzen drei und vier ungefähr gleichauf, aber deutlich hinter den Kriterien Sicherheit und Rendite rangieren die Liquidität und die Nachhaltigkeit als Kriterien für die Geldanlage. „Es zeigt sich, dass das Thema Nachhaltigkeit zumindest bei der Geldanlage bei den Menschen längst noch nicht die Bedeutung hat, die ihm von manch einem gelegentlich zugesprochen wird. Am Ende wollen die Menschen zu allererst ihr mühsam Erspartes erhalten und möglichst einen Gewinn in Höhe der Inflationsrate erzielen. Alles andere kommt danach“, so Prof. Heuser.

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DIVA-Leiter und FHDW-Professor Heuser: „Die Stimmung für Aktien in Deutschland ist besser als das tatsächliche Börsenengagement der Anleger.“

Bildnachweis: FHDW / DIVA

30.06.2020│Jahresmitgliederversammlung des Trägervereins

bib und FHDW: Geschäftsjahr mit Jahresüberschuss abgeschlossen

bib International College und Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) sind weiter auf einem stabilen Kurs. Der Träger beider Bildungsinstitute, der Verein „Bildungszentrum für informationsverarbeitende Berufe e. V.“ präsentierte auf seiner jährlichen Mitgliederversammlung die Bilanz.

Der Gesamtumsatz lag bei 28,3 Millionen Euro und ging damit zum Vorjahr (29 Millionen Euro) leicht zurück. Insgesamt blieb die Studierendenzahl an bib International College und FHDW stabil. Das Bildungszentrum weist einen Jahresüberschuss von rund einer halben Million Euro aus.

Um die Teilnehmerzahlen an beiden Institutionen weiter zu stabilisieren, wurden im Geschäftsjahr 2019 mit hoher Priorität die standortübergreifende Online-Vermarktung der Angebote vorangetrieben. Die FHDW konnte die Reakkreditierung der Bachelor-Studiengänge in Angriff nehmen, um die Studienkonzepte marktgerechter zu gestalten. Zudem gelang es ihr, strategische Unternehmenspartnerschaften zu festigen.

Die Pläne der Geschäftsführung und des Vereinsvorstands bleiben ehrgeizig. Im Zentrum des Geschäftsjahres 2020 stehen die Förderung der Zusammenarbeit der Bereiche und die Strategieentwicklung. Eine besondere Aufgabe wird es sein, die Schulen und Hochschulen durch die Corona-Krise zu bringen. „Bisher ist es dank des Engagements der Dozenten sehr gut gelungen, auf Online-Lehre umzustellen und gegenüber Studierenden und Unternehmen ein Bild der besonderen Leistungsfähigkeit unseres Bildungsunternehmens zu vermitteln“, so Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Michael Stahlschmidt. Geschäftsführer Georg Herrmann versichert: „Bei allen notwendigen Umstellungen wird aber der Unterricht vor Ort grundlegendes Element der Lehre an bib und FHDW bleiben. Auf die optimale Mischung aus Präsenz und Online kommt es an. Gefragt sind attraktive Studienkonzepte, die das Gute aus beiden Welten zusammenbringen.“  

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Geschäftsführung und Vorstand des Bildungszentrums für informationsverarbeitende Berufe e. V.: (vorn v. l.) Die Vorstandsmitglieder Matthias Leder, Dietmar Papenkordt, Prof. Dr. Heidi Hohensohn und (hinten v. l.) Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Michael Stahlschmidt und Geschäftsführer Georg Herrmann

08.06.2020│Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Altersvorsorge

Die Rente nach Corona: Höhere Beiträge, späterer Renteneintritt, weniger Rente

„Die gesetzliche Rente ist alles andere als sicher – nach Corona weniger denn je“, resümiert Prof. Dr. Michael Heuser, wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA). In seinem aktuellen „DIVA-Briefing“ untersucht das Institut die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die gesetzliche Rentenversicherung und wertet dazu Gutachten und Stellungnahmen aus – von der Regierung und ihren Ministerien, von Sachverständigen bis zur EU-Kommission.

Die Analyse des Instituts der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) zeigt: So unberechenbar das Virus ist, so unberechenbar sind die wirtschaftlichen Konsequenzen. Seit Ende März werden Prognosen zum erwarteten Wachstum im Wochenrhythmus Makulatur. Waren die „Fünf Wirtschaftsweisen“ zu Anfang der Krise noch von einer recht moderaten Schrumpfung von 2,8 % für 2020 ausgegangen, erwarten Regierung und EU-Kommission inzwischen einen Einbruch von 6,5 % und Bankökonomen gar von 9 %. Noch unsicherer als die Prognosen für 2020 sind die längerfristigen Aussichten. Nach Ansicht des DIVA sind drei Szenarien vorstellbar: ein „Nachtfrost“-Szenario mit heftigem Einbruch und schneller Erholung, ein „Strenger Winter“-Szenario mit einer längeren Talsohle und ein „Eiszeit“-Szenario ohne rasche Erholung.

Die langfristigen wirtschaftlichen Folgen würden drastischer sein als die der Finanzkrise 2007/08. Staatliche Haushalte würden erodieren, öffentliche Kreditaufnahmen nach oben schnellen und staatliche Schuldenberge rasant anwachsen. Nach einer Zusammenstellung der Bundesregierung betrugen bereits bis Ende April Corona-bedingte staatliche Mehrausgaben und Mindereinnahmen mehr als 450 Mrd. Euro. Der Arbeitskreis „Steuerschätzungen“ beim Bundesfinanzministerium berechnete Mitte Mai in seiner mittelfristigen Projektion bis 2024 Steuermindereinnahmen von mehr als 300 Mrd. Euro; das sei, so das DIVA, fast die Höhe eines Bundeshaushalts in normalen Jahren. 

Die Folgen für die gesetzliche Rente sind gravierend. Schon ohne Corona bereitete die demografische Entwicklung den Rentenexperten erhebliche Kopfschmerzen: Wenn die große Zahl der Babyboomer in Rente geht, bedeutet das mehr Rentner; wenn die Menschen stetig älter werden, heißt das längere Rentenzahlungen; wenn weniger Kinder geboren werden, heißt das weniger Beitragszahler.

Corona-Pandemie und demografische Entwicklung werden, so das DIVA, in Zukunft eine unheilvolle Allianz gegen die gesetzliche Rentenversicherung eingehen. Bisher wurden Deckungslücken vor allem durch steigende Bundeszuschüsse aus Steuermitteln kompensiert; sie werden sich nach Regierungsberechnungen im Jahr 2023 auf 114 Mrd. Euro belaufen. Diese Patentlösung werde wegen der steigenden Corona-Lasten nicht mehr im benötigten Umfang verfügbar sein. Gleichzeitig würden die Deckungslücken wegen der Corona-bedingten Wachstumsdämpfer schneller und größer klaffen, als in den bisherigen Prognosen angenommen. Die nach DIVA-Ansicht unvermeidlichen Konsequenzen: höhere Beiträge, späterer Renteneintritt, weniger Rente und vermutlich alles drei gleichzeitig.

Rentenprojektionen sind naturgemäß sehr langfristig. Erste Berechnungen bis auf das Jahr 2070 hin zeigen, dass die ohnehin kritischen Ergebnisse durch die aktuelle Krise dramatisch werden. DIVA-Direktor Heuser: „Rentenprojektionen bis 2070 mögen nach allzu ferner Zukunft klingen, sollten uns aber schon heute scheren: Es ist der Renteneintritt der heute Studierenden.“ Sein Rat an die jungen Leute lautet, die private Altersvorsorge ernst zu nehmen. Mit dem Eintritt in das Berufsleben beginne der Aufbau von gesetzlichen Rentenansprüchen; nicht später sollte auch der Aufbau einer ergänzenden privaten Altersvorsorge beginnen.

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Prof. Dr. Michael Heuser, wissenschaftlicher Leiter des DIVA

18.02.2020│Neues Präsidium gewählt

FHDW setzt verstärkt auf Digitalisierung

Mit der Neuwahl ihres Präsidiums stellt die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) die Weichen Richtung Zukunft: Erstmals ist der Bereich Digitalisierung mit Dr.-Ing. Alexander Brändle als Vize-Präsident auf Ebene des Präsidiums vertreten. Gleichzeitig wurden während der Hochschulkonferenz Professor Stefan Nieland als Präsident und Professor Eckhard Koch als Vizepräsident für Forschung in ihren Ämtern bestätigt.

Mit dieser Neuausrichtung im Präsidium verbindet die FHDW das Ziel, auch in Zukunft der Rolle als innovative und wirtschaftsnahe Hochschule gerecht zu werden. „Mit Alexander Brändle haben wir für diese Aufgabe jetzt einen äußerst kompetenten Kollegen im Team“, sagt FHDW-Präsident Professor Stefan Nieland. Brändle ist an der FHDW Dozent für Wirtschaftsinformatik und leitet seit 2015 den FHDW-Campus in Bergisch Gladbach.

Sowohl in Lehrveranstaltungen als in der internen Organisation setzt die FHDW schon auf Digitalisierung. Verschiedene Projekte wie das Campus-Management-System (AcademyFive), die Digitalisierung von Prozessen (Studentenportal) sowie die Zusammenarbeit über das Internet stehen schon jetzt beispielhaft für den Umsetzungsgrad der Digitalisierung an der FHDW.

Schwerpunkt der Weiterentwicklung sind IT-gestützte Vorlesungen in Form von virtuellen Lehrräumen. „So können wir unabhängig von der persönlichen Anwesenheit der Studierenden Lehrveranstaltungen anbieten. Auch eine zeitversetzte Nutzung ist möglich, so dass Studierende dann studieren können, wenn es für sie am besten möglich ist“, wie Nieland erläutert.

Weitere Projekte wie zentrale Orte für Lehrmaterialien und Vorlesungsaufzeichnungen werden die moderne Hochschullehre unterstützen. Genutzt wird dazu die Microsoft Plattform Office 365. Neben dem Dokumentenmanagement ist das virtuelle Zusammenarbeiten in Teams Schwerpunkt dieses Projektes an der FHDW. Auch die digitale Kommunikation der Studierenden untereinander sowie mit ihren Professoren ist so digital darstellbar. Dabei betont Nieland, dass „wir damit auf der einen Seite einen weiteren Schritt in die digitale Zukunft machen, gleichzeitig aber auch an allen fünf Standorte der FHDW (Paderborn, Bergisch Gladbach, Bielefeld, Mettmann und Marburg) ganz klassisch vor Ort lehren.“

Zudem soll die weitere Digitalisierung dazu beitragen, Lern- und Lehrprozesse noch besser analysieren und für Studierende an der FHDW optimieren zu können.

Das Vorantreiben der digitalen Transformation von der klassischen Hochschule hin zur digitalen Hochschule mit allen Stärken der Präsenzhochschule ist für das neu gewählte Präsidium nichts weniger, als „der konsequente Schritt auf dem Weg zur Hochschule der Zukunft“. 

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Prof. Dr. Stefan Nieland (rechts), Präsident der FHDW, und Dr.-Ing. Alexander Brändle, Vizepräsident für Digitalisierung der Fachhochschule der Wirtschaft. Foto: FHDW 

25.11.2019│bib und FHDW wählten neuen Vorstand

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wählte das Bildungszentrum für informationsverarbeitende Berufe e. V. einen neuen Vorstand. Der Verein ist Träger der beiden Bildungsinstitute bib International College und Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW).

Zum Vorstandsvorsitzenden wählten die Mitglieder Prof. Dr. Michael Stahlschmidt, Dozent für Wirtschaftsrecht an der FHDW in Paderborn. Die Position des stellvertretenden Vorsitzender nimmt Unternehmer Dietmar Papenkordt, Inhaber des Bürener Software- und Systemhauses poe, ein. Prof. Dr. Heidi Hohensohn, Dozentin an der FHDW in Paderborn, und Matthias Leder, Dozent am bib in Bergisch Gladbach, wurden als Beisitzer gewählt. „Es ist spannend und herausfordernd, die Zukunft der beiden Talentschmieden mitgestalten zu können“, freut sich Dietmar Papenkordt, der als poe-Geschäftsführer „mit bib und FHDW auch bisher schon die richtigen Partner für die Nachwuchskräfteaus- und -weiterbildung an seiner Seite hatte“.

bib International College und FHDW sind weiter auf einem stabilen Kurs. Der Gesamtumsatz lag 2018 bei 29 Millionen Euro und blieb damit zum Vorjahr unverändert. Die Pläne der Geschäftsführung und des Vereinsvorstands sind ehrgeizig. Sie wollen die internationalen Kooperationen an bib International College und FHDW weiter ausbauen, neue Unternehmenspartner gewinnen und die Zusammenarbeit der beiden Einrichtungen fördern. Vor dem Hintergrund der großen Heraus­forde­run­gen der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft soll zudem ein Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung innovativer Bildungsangebote gelegt werden.

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Der Geschäftsführer Georg Herrmann (r.) mit dem neu gewählten Vorstand des Bildungszentrums für informationsverarbeitende Berufe e. V.: Prof. Dr. Michael Stahlschmidt (Vorsitzender, 2. v. l.), Dietmar Papenkordt (Stellv. Vorsitzender, 2. v. r.) sowie die Beisitzer Prof. Dr. Heidi Hohensohn und Matthias Leder.

15.01.2019FHDW erfolgreich systemakkreditiert

Qualität im Studium von höchster Stelle bescheinigt

Die private Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) hat den Prozess der Systemakkreditierung erfolgreich absolviert. Damit wird bestätigt: Die Hochschule garantiert für höchste Qualität ihrer Studiengänge.

In einer Feierstunde überreichte die Geschäftsführerin der Akkreditierungsagentur FIBAA, Prof. Dr. Kerstin Fink, dem Präsidium der FHDW die Akkreditierungsurkunde. „Die Systemakkreditierung ist noch kein Standard an deutschen Hochschulen, sondern etwas Besonderes, bedeutet sie doch eine starke qualitative Weiterentwicklung“, betonte sie. Bundesweit sind insgesamt nur 73 Hochschulen systemakkreditiert, davon sechs in Nordrhein-Westfalen.

„Mit der Systemakkreditierung erhält die FHDW ein großes Stück Autonomie. Künftig können wir unsere Studiengänge selbst akkreditieren und schneller an den Start bringen", erklärte FHDW-Präsident Prof. Dr. Stefan Nieland. „Die Urkunde der FIBAA spiegelt aber auch wider, dass es uns erfolgreich gelingt, junge Menschen in den Beruf zu bringen“, erläutert Hartmut Klein, FHDW-Vizepräsident für Studium und Qualitätssicherung. „Jeder, der an der FHDW studiert, vertraut darauf, dass wir unseren Job richtig machen – dieser Verantwortung werden wir gerecht.“

Bereits im Dezember 2018 schloss die FHDW das über zwei Jahre andauernde Projekt der Systemakkreditierung erfolgreich ab. Die Gutachter der Akkreditierungsagentur FIBAA fällten nach eingehender Prüfung ihre positive Entscheidung: Die FHDW ist in der Lage, die geforderten Qualitätsstandards in Studium und Lehre dauerhaft zu gewährleisten. Damit erfüllt sie die gesetzlichen Vorgaben für die Bachelor- und Master-Studiengänge. „Vor allem der Theorie-Praxis-Wechsel zwischen Hochschule und Unternehmen gelingt der FHDW überzeugend“ erklärte Prof. Dr. Kerstin Fink. 

In einer Systemakkreditierung wird das Qualitätssicherungssystem einer Hochschule daraufhin überprüft, ob es so funktioniert, dass die Hochschule für die Qualität ihrer Studiengänge garantieren kann. An der FHDW hat die Akkreditierungsagentur FIBAA nach den Vorgaben des bundesweiten Akkreditierungsrates das Qualitätssicherungssystem überprüft. Dabei wurden z. B. die Lehrveranstaltungen, das Prüfungssystem und das Management von Lehrbeauftragten begutachtet.

FIBAA – Foundation for International Business Administration Accreditation
Die FIBAA ist eine europäische, international ausgerichtete Agentur für Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung in der wissenschaftlichen Bildung, die insbesondere für Employability, Internationalisierung, Anwendungsorientierung und Stakeholderdialog steht.

Bildunterschrift

Freuten sich über die erfolgreiche Systemakkreditierung der Hochschule (v. l.): FHDW-Kanzler Georg Herrmann, FHDW-Präsident Prof. Dr. Stefan Nieland, FIBAA-Geschäftsführerin Prof. Dr. Kerstin Fink und die FHDW-Vizepräsidenten Hartmut Klein und Prof. Dr. Eckhard Koch. Foto: Silke Fischer, FHDW

Pressemitteilungen Paderborn/Bielefeld

20.07.2021│Paderborn: Gemeinsames Programm im Bereich Wirtschaft von bib und FHDW

Ausbildung und Studium in 4 Jahren

Das bib International College und die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in Paderborn verstärken ihre Zusammenarbeit und erweitern die Durchlässigkeit der Bildungsgänge. Die beiden Einrichtungen bieten gemeinsam ein Programm aus Ausbildung und Studium im Bereich Wirtschaft an, bei dem die Teilnehmer nach insgesamt vier Jahren Berufsabschluss und Bachelor-Abschluss erlangen. 

Schüler, die ab Oktober 2021 am bib die zweijährige Ausbildung zum Marketing-Manager starten, können danach an der FHDW das verkürzte Betriebswirtschafts-Studium im Schwerpunkt Online Marketing und E-Commerce anschließen. An der im gleichen Haus ansässigen FHDW erwerben sie den Bachelor-Abschluss in zwei statt in drei Jahren. Nach insgesamt vier Jahren haben sie dann einen Berufsabschluss sowie den Abschluss „Bachelor of Arts“.

Die bib-Abteilungsleiterin Bettina Oberhoff-Richbell und die Prodekanin der FHDW NRW für den Fachbereich Wirtschaft, Prof. Dr. Angelika Röchter, haben die Kooperation ausgearbeitet und die Lehrpläne geprüft. Voraussetzung für den nahtlosen Übergang ist ein hohes Leistungsniveau während der zweijährigen bib-Ausbildung. Daher werden die Schüler bereits am bib einige Module der FHDW absolvieren, insbesondere zum wissenschaftlichen Arbeiten. Startvoraussetzung am bib ist mindestens der schulische Teil der Fachhochschulreife. Mit der Ausbildung wird die volle Fachhochschulreife erworben, so dass direkt – ohne weiteres Praktikum – das Studium an der Fachhochschule angeschlossen werden kann.

Beide Bildungsanbieter sind für ihre Praxisorientierung bekannt und bilden schon seit 1972 (bib) und seit 1993 (FHDW) in den Bereichen IT und Wirtschaft aus. Die Absolventen des bib im Bereich Informatik können bereits seit 2006 an der FHDW ein verkürztes Studium in Angewandter Informatik zum „Bachelor of Science“ anschließen.

Mehr Informationen auf der Online-Beratung am 29. Juli, 16 Uhr. Bitte anmelden unter www.bib.de.

Bildunterschrift

Bettina Oberhoff-Richbell, Abteilungsleiterin am bib (links), und Prof. Dr. Angelika Röchter, Prodekanin der FHDW für den Fachbereich Wirtschaft, haben das Doppelabschluss-Programm entworfen.

23.03.2021│Bielefeld: Webinar "FHDW Business Break"mit über 140 Teilnehmern

Webinar "FHDW Business Break" ging mit über 140 Teilnehmern aus Wirtschaft und Hochschule erfolgreich in die zweite Runde 

Große Resonanz für ein aktuelles Marketing-Thema

Unter dem Titel "Aktuelle Trends im Performance Marketing" hielt Wolfgang Thomas, ein ausgewiesener Experte und Inhaber der Hamburger Online-Marketing-Agentur „NetzwerkReklame“ am 23.03. einen fesselnden Impuls-Vortrag. Unter der Moderation von Prof. Dr. Ralf Ueding, Studiengangsleiter Marketing und Vertrieb an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW), wurden viele Facetten des Themas im Austausch mit den Teilnehmern vertieft.

„Über die starke positive Resonanz auf unsere Einladung haben wir uns ganz besonders gefreut“, sagt Ueding, der zu diesem „virtuellen Event“ der FHDW in Bielefeld eingeladen hatte. „Auch die vielen Rückfragen und anregenden Beiträge der Teilnehmer nach dem Vortrag zeigen uns, dass wir sowohl mit dem Thema und dem Referenten als auch mit dem gewählten Veranstaltungsformat ins Schwarze getroffen haben“, merkt der Bielefelder Hochschuldozent an. „Leider konnten aufgrund technischer Restriktionen der Webinar-Software nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden. Wir bemühen uns deshalb um einen Zusatztermin“.

Beim „FHDW Business Break handelt es sich um ein kompaktes und informatives Online-Format. Unternehmensvertreter aus unterschiedlichen Branchen erhalten innerhalb einer Stunde einen echten Mehrwert aus Impuls-Beiträgen von Experten aus der Wirtschaft und Professoren der FHDW.

„Natürlich ist Online-Marketing heute in den Unternehmen angekommen – von Google Advertising über Social-Media-Marketing bis hin zum aktuellen Hype um das Influencer-Marketing. Eine eigene Instagram-Seite oder einen Webshop betreibt heute bereits der Bäcker um die Ecke. Was aber nahezu überall fehlt, ist die konsequente und zielgerichtete Kontrolle des Erfolgs der eingesetzten Online-Instrumente - hier fehlt es häufig an Know-how und damit auch an der Bereitschaft zur kritischen Auseinandersetzung mit den eigenen Marketingzielen und -maßnahmen“, betonte Ueding in seinem Einführungsstatement.

„Durch die fortschreitende Digitalisierung und die Zunahme von kundenbezogenen Daten erhalten Unternehmen mehr Möglichkeiten zur zielgruppengerechten Ansprache von Kunden. Doch durch die Transparenz steigt auch die Datenmenge der auszuwertenden Daten. Die Auswertung der Daten wird komplexer. Um Daten richtig auszuwerten und angemessen für die Kampagnensteuerung zu nutzen, bedarf es neben leistungsfähiger Technik auch aussagekräftige Kennzahlen“, berichtete Thomas, der mit seiner Online-Marketing-Agentur auf eine langjährige Erfahrung in der Beratung von B2B- und B2C-Kunden zurückblickt.

Anhand von praktischen Beispielen zeigte Thomas auf, wie es bereits jetzt kleinen und mittleren Unternehmen sowie Branchenführern gelingt, geeignete Kampagnen anhand von aussagefähigen Kennzahlen umzusetzen und gewährte den Teilnehmern damit nicht nur spannende Einblicke in das moderne Performance Marketing, sondern gab auch praktische Tipps, die die Teilnehmer zur Erlangung von „Quick-wins“ umsetzen können.

Die Planungen für Veranstaltungen mit neuen, spannenden Themen in diesem Reihenformat laufen bereits auf Hochtouren. „Wir werden frühzeitig auf die nächste Veranstaltung hinweisen und hoffen natürlich wieder auf eine ähnlich überwältigende Resonanz wie heute. Kapazitätsmäßig werden wir beim nächsten Mal besser aufgestellt sein – soviel zu einer ersten spontanen Erfolgskontrolle“ merkte Ueding schmunzelnd an.

Bildunterschriften

  1. Wolfgang Thomas, Experte im Performance Marketing und Inhaber der Online-Marketing-Agentur NetzwerkReklame Thomas Online-Marketing GmbH 
  2. Prof. Dr. Ralf Ueding, Studiengangsleiter Marketing und Vertrieb an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) und Moderator der Veranstaltung

09.02.2021│Paderborn: „Wunder-Chatbot“ kann Gedanken lesen

Franz-Wagner-Preis der FHDW

In seiner Bachelor-Arbeit hat Daniel Wunder als Absolvent des Studiengangs Wirtschaftsinformatik ein neues Verfahren für Chatbots entwickelt. Die eingesetzte Spracherkennungssoftware kann die Bedeutung von Wörtern aus ihrem Kontext heraus interpretieren. Wunder erhielt dafür von der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) den mit 1.500 Euro dotierten Franz-Wagner-Preis.

Dass Chatbots Wörter kennen müssen, liegt in der Natur der Sache. Sonst könnten die Programme einen Menschen nicht verstehen, ihm keine sinnvollen Antworten auf seine Fragen stellen und sich nicht mit ihm unterhalten. Dass Chatbots dazu Wörter lernen müssen, liegt ebenfalls in der Natur der Sache. Daniel Wunder hat jetzt mit einem innovativen Verfahren aber noch einen draufgesetzt. Sein Chatbot-Programm kann die Bedeutung von Sprache erkennen und deuten, auch wenn es die darin enthaltenen Wörter nicht explizit gelernt hat. Damit ist dieser „Wunder-Chatbot“ nicht nur vielen Menschen, sondern auch seinen technischen Kollegen um einige Erkenntnislängen voraus. Sein Chatbot trainiert und lernt auf Basis Künstlicher Intelligenz die Bedeutung von Wörtern aus dem Kontext heraus, in dem sie benutzt werden. Dazu bedient sich der Chatbot im Sprachfundus von Online-Nachrichten und Wikipedia-Einträgen. Die technologische Innovation, die Wunder dazu genutzt hat, ist die Darstellung eines Wortes als Vektor reeller Zahlen. Damit ersetzt er die binäre Bedeutungsfindung eines Wortes (wahr oder falsch) durch ein Annäherungsverfahren. Umso näher die Zahlen aneinander liegen, umso wahrscheinlicher ist die gleichartige Bedeutung. Synonyme und ähnliche Begriffe erkennt der Chatbot durch den Kontext, in dem es in anderen Texten verwendet wurde. Wunder nennt das „Worteinbettungen“. Der Chatbot kann also die Bedeutung von Begriffen interpretieren, auch wenn sie nicht explizit genannt werden – sozusagen kann er Gedanken lesen.

Wunder hat das Verfahren am Vorgang der Online-Autovermietung umgesetzt. Hier erkennt der Chatbot zum Beispiel das Substantiv „Wagen“ als Synonym zu „Auto“, „leihen“ versteht er als „ausleihen“. Seit Januar wird Wunders Verfahren auch schon von einem Kunden produktiv in der Praxis genutzt.

Auf der Online-Verabschiedung der Absolventen der Fachhochschule der Wirtschaft in Paderborn (FHDW) erhielt Wunder die Auszeichnung mit dem Franz-Wagner-Preis für die „Beste innovative Bachelor-Arbeit“. Der mit 1.500 Euro dotierte Preis trägt den Namen einer der Gründungsväter der FHDW: dem 2013 verstorbenen Franz Wagner, der die Entwicklung der Hochschule über 20 Jahre als Präsident prägte. Wunder: „Es war für mich eine große Freude und auch eine wirkliche Überraschung, als ich erfahren habe, dass meine Arbeit mit diesem Preis ausgezeichnet wird. Die Idee, die Sprachverarbeitung in unserer Plattform durch Worteinbettungen anzureichern, schlief schön länger in den Köpfen unseres Teams.“ Groß war die Freude auch beim Medienkonzern Bertelsmann. Hier hatte Wunder die Praxisphasen des dualen Bachelor-Studiums absolviert. Klaus Röttger ist als Leiter der Zentralen Ausbildung im Konzern für die Studierenden zuständig: „Der Preis ist nicht nur eine tolle Auszeichnung für Daniel persönlich, sondern sicher auch für alle Studierenden unseres Studiengangs. So ist die Bachelor-Arbeit ein beeindruckendes Beispiel für die praxisnahen und zukunftsorientierten Themen, mit denen sich unsere Absolventinnen und Absolventen im Studium beschäftigen. Damit liefern sie einen sehr wertvollen Beitrag für den ganzen Konzern.“

25.11.2020│Paderborn: Projekt TAMMOS beim Zukunftspreis 2020 unter den ersten 20

Zukunftspreis 2020
Hochwasserschutz von FHDW und topocare unter 20 innovativsten Projekten

Heute wird in Berlin der Deutsche Zukunftspreis 2020 verliehen. Frank-Walter Steinmeier wird den mit 250.000 Euro dotierten Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation in Berlin um 18 Uhr an eines der drei nominierten Projektteams überreichen. Unter den 20 Kandidaten für den Zukunftspreis war auch ein Forschungsprojekt, das die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) gemeinsam mit den Gütersloher Hochwasserschutzspezialisten der topocare GmbH realisierte.

Ein durch Ketten angetriebener Roboter verlegt sandgefüllte Geotextilschläuche. Weitere Roboter fahren heran, um Sand nachzuliefern. So entsteht ein temporärer Deich, der vor Überflutungen bei Hochwasser schützt. Gesteuert über Software, überwacht durch eine mit Menschen besetzte Einsatzzentrale, ist TAMMOS ein Hochwasserschutzsystem, das ohne Menscheneinsatz an den Gefahrenpunkten auskommt, flexibel, universal und mobil einsetzbar ist und durch agentenbasierte Simulationsmodelle den Schlauch genau da verlegt, wo das Wasser Schaden anrichten könnte. TAMMOS steht für Teilautonome Maschinen und Logistik für den mobilen Hochwasserschutz und ist für Hochrisikogebiete entwickelt worden, die akut von Überflutung bedroht sind. Das in Kooperation der Hochwasserschutz-Spezialisten der topocare GmbH aus Gütersloh und der Fachhochschule der Wirtschaft in Paderborn (FHDW) entwickelte Projekt ist von der Jury des Deutschen Zukunftspreises 2020 unter die 20 innovativsten Technologieprojekte des Jahres gewählt worden.

„Das macht uns natürlich stolz“, sagt Prof. Dr. Wilhelm Nüßer, der weiß, dass sich Wasser immer seinen Weg sucht: „Wenn das Wasser kommt, dann kommt es.“ Aber vor allem weiß der Informatik-Dozent der FHDW wann, wo und wieviel Wasser kommt und was man braucht, um es aufzuhalten. Nüßer hat 1996 zum Thema Computersimulationen promoviert und setzt heute unter anderem agentenbasierte Simulationen ein, um Prognosen zu den durch den Klimawandel immer folgenreicher werdenden Hochwasser-Schadensereignissen zu erstellen. Das brachte ihn mit Roland Draier und Simon Jegelka von topocare zusammen. Gemeinsam bekamen sie den Auftrag für ein Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Forschung und Bildung und entwickelten das System TAMMOS, das die Expertise von topocare im innovativen Maschinenbau verknüpft mit dem Know-how von der Arbeitsgruppe von Nüßer in IT, Simulation, Robotik und künstlicher Intelligenz.

Die Roboter (toporobo), die den Schlauch (topotube) verlegen, sind genauso wie die mit Sand beladenen Fahrzeuge (topoants) mit dreidimensionalen Daten über das Einsatzgebiet versorgt, die vorher per Drohnenkamera ermittelt wurden. Über Sensoren finden sie ihren Weg zum optimalen Standort für die Schläuche. Die für die Einsatzstrategie notwendigen Daten wie Zeitaufwand, Sandmenge und Kapazitätsauslastung stammen aus Simulationsmodellen und sorgen für einen optimierten Ablauf der Schutzmaßnahmen. „Hier unterstützen die IT sowie Robotik und quantitative Simulationsverfahren optimal die Prozesse des Hochwasserschutzes“, sagt Nüßer.

„Wir waren von Anfang an von TAMMOS überzeugt und dass wir jetzt unter die 20 Finalisten des Deutschen Zukunftspreises gekommen sind, gibt uns Recht und ist eine große Ehre für uns, eine Auszeichnung für das ganze Team“, blickt Jegelka zurück auf die zweijährige Forschungs- und Entwicklungsarbeit an TAMMOS. Die Herausforderung lag für ihn und seinen topocare-Geschäftsführerkollegen Draier in der Zusammenführung der mechanischen Elemente und der Sensorik, mit der sich die Roboter im Raum orientieren. Der bisher aus Kanada stammende Elektroantrieb der Kettenfahrzeuge ist modular aufgebaut, sodass er sowohl vom toporobo als auch von den topoants genutzt werden kann. „Damit haben wir die Komplexität des Systems reduziert“, nennt Jegelka den Grund. Im Moment entwickelt topocare aber ein eigenes, optimal auf die Bedürfnisse abgestimmtes Antriebsmodul, um TAMMOS zur Verkaufsreife zu bringen. Potenzielle Kunden sind Kommunen, Landkreise und spezielle Hochwasserschutzeinrichtungen. Jegelka: „Ich denke, wir können mit Tammos nächstes Jahr in Serie gehen.“

Bildunterschriften

  1. Simon Jegelka und Roland Draier von der topocare GmbH mit dem toporobo, der den Geotextilschlauch zum Hochwasserschutz verlegt.
  2. Prof. Dr. Wilhelm Nüßer von der FHDW hat TAMMOS mit IT und Intelligenz ausgestattet.

04.06.2020│Paderborn: Business Knigge

Gut ankommen – bei Tisch, im Chat, im Unternehmen

Ein spannendes Online-Seminar für Schüler lief jetzt bei der Fachhochschule der Wirtschaft in Paderborn (FHDW). Dozentin Andrea Steinert referierte zum Thema „Business-Knigge“ und lieferte wertvolle Tipps für das stilvolle Verhalten beim Business-Dinner, aber auch beim Umgang im Chat und mit dem Handy. Auch kulturelle Variationen des sozialen Miteinanders im internationalen Vergleich waren Thema.

Benimmregeln für Online-Chats würden so manchem User ganz guttun. Bekanntlich ist es ja oft nicht wirklich gut bestellt um die Höflichkeit im Netz. Wie man aber mit Rüpeln im Netz stilvoll umgeht, erklärte Dozentin Andrea Steiner in dem FHDW-Online-Seminar „Business-Knigge für Schüler“: „Ignorieren“, empfahl sie. „Wenn es zu hartnäckig wird, informieren sie den Administrator oder den Chat-Betreiber.“ Steinert ist Dozentin, hat eine Ausbildung als Hotelfachfrau hinter sich und ist viel herumgekommen in der Welt. Sie kennt sich nicht nur in Sachen Chatiquette aus. Steinert weiß auch, wie man bei einem Business-Dinner verhalten sollte, auf einem Empfang oder beim Bewerbungsgespräch. Auch in Sachen Kleidung hatte sie in dem eineinhalbstündigen Online-Seminar wertvoller Tipps für Schüler und Schülerinnen: „Tragen sie nie etwas, was sie vorher noch nie getragen haben, seien sie authentisch“, riet sie. Und speziell an die Teilnehmerinnen des Online-Seminars gerichtet: „Nie zu kurze Röcke, nie zu viel Make-Up.“

Um Sicherheit auch bei einem edlen Dinner zu haben, erklärte sie, wie der Tisch gedeckt wird, welches Besteck für welche Speisen zu wählen ist und dass man Gläser grundsätzlich am Stil anfasst. Bis ins kleinste Detail erläuterte Steinert die Vorgänge zu Tisch. Um Missverständnisse und Fauxpas zu vermeiden, kann es schon hilfreich sein, wenn man weiß, dass Kellner Speisen und Getränke zwar von der rechten Seite des Gastes servieren, aber von links nachreichen, wenn es gewünscht wird.

Die Benimm-Expertin ist auch auf internationalem Parkett zu Hause und stellte einige länderspezifische Feinheiten im stilvollen Miteinander vor. Zum Beispiel, dass amerikanische Gastgeber es schätzen, wenn man ihnen direkt in die Augen blickt, auch wenn sie in der Geschäftshierarchie höhergestellt sind. Die Nachfrage eines Online-Seminar-Teilnehmers bezüglich japanischer Gastgeberformalitäten bestätigte sie: Ja, es stimme, sagte Steinert, Japaner mögen es nicht, wenn man einen Drink ablehnt. „Wenn sie wirklich nichts trinken möchten, sagen Sie, sie vertragen es nicht, dann ist das auch in Ordnung“, gab sie den interessierten Teilnehmern als Tipp mit auf den Weg.

Ein großes Kapitel aber widmete sie dem Umgang mit dem Smartphone. „Nie am Tisch und das reale Gegenüber hat immer Priorität. Wenn sie wirklich etwas wichtiges beantworten müssen, fragen sie ihren Gesprächspartner um Erlaubnis.“ Auch zu den verschiedenen Social Media-Kanälen hatte sie eine Empfehlung: „Nötige anderen nicht deine sozialen Kanäle auf, sprich sie auf ihren bevorzugten Kanälen an.“

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Andrea Steinert gab den Schülern im Online-Seminar "Business-Knigge" wertvolle Tipps.

03.04.2020│Paderborn: Coronakrise ist keine Lernkrise

FHDW und bib International College online für die Schüler und Studierenden da

„Wir machen weiter, der Lehrbetrieb läuft“, versichern die Leiter der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) und des bib international College in Paderborn. Wie viele Unternehmen und Organisationen standen nun auch die Hochschule und Schule, die beide dem gleichen Trägerverein angehören, plötzlich vor Herausforderungen, die man zuvor in kaum einem Notfallplan voraussah.

Als keine Lehrveranstaltungen mehr stattfinden konnten, war plötzlich Improvisationstalent gefragt. Die Dozenten mussten ihren Unterricht und ihre Vorlesungen ins Internet verlegen. In Schulungen bereiteten sich alle Beteiligten auf die neue Technik vor. Was in zehn Tagen geschafft wurde, hätte vorher Monate gedauert – die Coronakrise entfaltet ungeahnte Kräfte. bib-Leiter Frank Lammersen und FHDW-Leiter Prof. Dr. Stefan Nieland sind sehr stolz auf ihre Teams, die die Lehre und Verwaltung – zum Teil aus dem Homeoffice – aufrechterhalten. „Außerdem legen wir Wert darauf, für unsere Schüler, Studierenden und Unternehmenspartner stets persönlich erreichbar zu sein“, betonen die beiden. So bieten sie z. B. auch Informationsveranstaltungen und Beratungen online an.

Massiv trifft die Institute das Verbot der Prüfungen vor Ort. „Morgens kamen die Studierenden noch zur Klausur und wir mussten sie nach Hause schicken“ schildert Prof. Nieland. „Jetzt arbeiten wir an geeigneten Prüfungsformen. Das ist sehr arbeitsintensiv, aber nur so können wir die Abschlüsse sicherstellen und auf dem gewohnt hohen Niveau halten“. Natürlich ist man auch von Entscheidungen anderer abhängig, zum Beispiel hat die Bezirksregierung Detmold die FHR-Prüfungstermine verschoben. „Wir werden unsere Schüler aber nicht im Stich lassen, bis zu den Prüfungen werden wir den Stoff auffrischen, damit die Schüler optimal vorbereitet sind“, so Frank Lammersen. Beide Leiter garantieren, die Ausbildungen und Studiengänge wie geplant durchzuführen, „solange das Internet läuft und solange der Studierende auch seine Leistung erbringt – genauso wie vor Corona“.

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Der Schulleiter des bib International College, Frank Lammersen, in der Telefonkonferenz mit dem Leiter der Fachhochschule der Wirtschaft, Prof. Dr. Stefan Nieland (auf dem Bildschirm). Foto: FHDW 

18.02.2020│Paderborn: Neues Präsidium gewählt

FHDW setzt verstärkt auf Digitalisierung

Mit der Neuwahl ihres Präsidiums stellt die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) die Weichen Richtung Zukunft: Erstmals ist der Bereich Digitalisierung mit Dr.-Ing. Alexander Brändle als Vize-Präsident auf Ebene des Präsidiums vertreten. Gleichzeitig wurden während der Hochschulkonferenz Professor Stefan Nieland als Präsident und Professor Eckhard Koch als Vizepräsident für Forschung in ihren Ämtern bestätigt.

Mit dieser Neuausrichtung im Präsidium verbindet die FHDW das Ziel, auch in Zukunft der Rolle als innovative und wirtschaftsnahe Hochschule gerecht zu werden. „Mit Alexander Brändle haben wir für diese Aufgabe jetzt einen äußerst kompetenten Kollegen im Team“, sagt FHDW-Präsident Professor Stefan Nieland. Brändle ist an der FHDW Dozent für Wirtschaftsinformatik und leitet seit 2015 den FHDW-Campus in Bergisch Gladbach.

Sowohl in Lehrveranstaltungen als in der internen Organisation setzt die FHDW schon auf Digitalisierung. Verschiedene Projekte wie das Campus-Management-System (AcademyFive), die Digitalisierung von Prozessen (Studentenportal) sowie die Zusammenarbeit über das Internet stehen schon jetzt beispielhaft für den Umsetzungsgrad der Digitalisierung an der FHDW.

Schwerpunkt der Weiterentwicklung sind IT-gestützte Vorlesungen in Form von virtuellen Lehrräumen. „So können wir unabhängig von der persönlichen Anwesenheit der Studierenden Lehrveranstaltungen anbieten. Auch eine zeitversetzte Nutzung ist möglich, so dass Studierende dann studieren können, wenn es für sie am besten möglich ist“, wie Nieland erläutert.

Weitere Projekte wie zentrale Orte für Lehrmaterialien und Vorlesungsaufzeichnungen werden die moderne Hochschullehre unterstützen. Genutzt wird dazu die Microsoft Plattform Office 365. Neben dem Dokumentenmanagement ist das virtuelle Zusammenarbeiten in Teams Schwerpunkt dieses Projektes an der FHDW. Auch die digitale Kommunikation der Studierenden untereinander sowie mit ihren Professoren ist so digital darstellbar. Dabei betont Nieland, dass „wir damit auf der einen Seite einen weiteren Schritt in die digitale Zukunft machen, gleichzeitig aber auch an allen fünf Standorte der FHDW (Paderborn, Bergisch Gladbach, Bielefeld, Mettmann und Marburg) ganz klassisch vor Ort lehren.“

Zudem soll die weitere Digitalisierung dazu beitragen, Lern- und Lehrprozesse noch besser analysieren und für Studierende an der FHDW optimieren zu können.

Das Vorantreiben der digitalen Transformation von der klassischen Hochschule hin zur digitalen Hochschule mit allen Stärken der Präsenzhochschule ist für das neu gewählte Präsidium nichts weniger, als „der konsequente Schritt auf dem Weg zur Hochschule der Zukunft“. 

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Prof. Dr. Stefan Nieland (rechts), Präsident der FHDW, und Dr.-Ing. Alexander Brändle, Vizepräsident für Digitalisierung der Fachhochschule der Wirtschaft. Foto: FHDW 

21.01.2020│Bielefeld: Besselgymnasium Minden und FHDW kooperieren

Der FHDW-Campus Bielefeld und das Mindener Besselgymnasium starten ein Modellprojekt im Bereich International Business. Für die Schüler des bilingualen Zweiges bietet es eine Möglichkeit der Studien- und Berufsorientierung.

Seit mehr als 20 Jahren besteht am Besselgymnasium in Minden ein frei wählbarer deutsch-englischer Zweig, der sich im Stundenplan von der 5. Klasse bis zur Oberstufe wiederfindet. So erhalten die Schüler zusätzlichen Englischunterricht. Die Fächer Erdkunde, Politik und Geschichte werden vorwiegend auf Englisch unterrichtet. Auch Auslandsaufenthalte gehören zum Konzept.

Die Idee des neuen Modellprojekts ist nun, diesen internationalen Ansatz in einem Hochschulstudium mit Schwerpunkt International Business fortzusetzen. „Neben Kooperationen im MINT-Bereich bereiten wir damit nun auch eine Hochschulkooperation im bilingualen Bereich vor“, erläutert Schulleiter Uwe Voelzke. Er hat das Projekt gemeinsam mit der Organisatorin des bilingualen Zweiges, Cordula Hansch, und Prof. Dr. Micha Bergsiek von der FHDW in Bielefeld initiiert. Bergsiek ist ehemaliger Schüler von Uwe Voelzke und freut sich über den Kontakt zu seiner ehemaligen Schule. 

Auf dem Programm steht jährlich eine kurze Einführungsvorlesung am Besselgymnasium im Fach Erdkunde. Darin wird ein Professor der Fachhochschule ein Thema aus dem Bereich International Business vertiefen. Im Anschluss erarbeiten die Schüler eine praktische internationale Fallstudie und stellen diese an einem Tag in der Hochschule in Bielefeld vor.

Die ersten Schüler des Besselgymnasiums besuchen die FHDW bereits im Januar. „Damit bietet sich ihnen eine gute Möglichkeit, sich im Hinblick auf die Studien- und Berufswahl zu orientieren“, meint Cordula Hansch. Sollten sich Abiturienten für ein International-Business-Studium entscheiden, stehen dort Auslandsaufenthalte bei Partnerhochschulen oder internationalen Unternehmen an, von denen viele ihren Firmensitz in der Region haben. Im Studium lernen sie neben Englisch auch Spanisch oder Chinesisch.

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Von rechts: Prof. Dr. Micha Bergsiek (FHDW), Schulleiter Uwe Voelzke und die Organisatorin des bilingualen Zweiges, Cordula Hansch, mit Schülern des Besselgymnasiums

20.05.2019Paderborn: Wirtschaftsforum zu Cyber Security

Schutz vor Gefahren aus dem Netz

Wenn es um Angriffe aus dem Netz geht, gibt nur zwei Arten von Unternehmen: Die einen, die angegriffen werden und die anderen, die nicht wissen, dass sie angegriffen werden. So eindeutig schätzt Professor Ralf Schumann, Leiter des Kompetenzzentrums „Information Security“ an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in Bergisch Gladbach, die immensen Gefahren im Internet ein. Als einer von drei Referenten beim Wirtschaftsforum an der FHDW in Paderborn stellte er Instrumente und Abläufe zum Schutz von Unternehmen vor Angriffen aus dem Netz dar.

Aber wo anfangen? Durch die Kommunikation von Maschinen – Stichwort Industrie 4.0 und Digitalisierung – steigt die Komplexität und es entstehen Unmengen neuer Daten, die es zu schützen gilt. Hinzu kommt, dass oft nicht klar sei, wo die schützenswerten Dateien im Unternehmen oder in der sogenannten Cloud, gespeichert sind. Beteiligte aus IT, Produktion und zum Bespiel der Personalabteilung müssen „an einen Tisch geholt werden, damit die Problemlage für alle klar wird“, so Schumann.

Neben definierten Regeln, wer was mit Daten machen kann, steht die Klassifizierung nach Risiken von schützenswerten Daten ganz oben auf der Liste der Aufgaben, wenn Unternehmen ihre IT-Infrastruktur aufbauen oder aktualisieren. Und das ist ein dauerhafter Prozess. Denn die Zahl der Bedrohungen aus dem Netz wächst rasant: Gab es vor knapp zehn Jahren rund 45 Millionen schadhafte Dateien, sind heute rund 800 Millionen Malware-Dateien bekannt, wie Christoph Alme, Leiter der Anti Malware Entwicklung bei McAfee in Paderborn, klar macht. Während früher die Schadprogramme von Angreifern selbst geschrieben wurden, kann man diese heute im Darknet (die anonyme Kommunikation im Internet) kaufen, um komplette Inhalte von Computern zu verschlüsseln. Ziel dieser Angriffe ist die Erpressung von Geld. Alme warnt aber davor, auf diese Erpressung einzugehen: „Wer weiß, ob nach Bezahlung die Daten überhaupt noch verfügbar oder lesbar sind.“ Er empfiehlt, direkt die Polizei oder den Hersteller der Anti-Viren-Software zu kontaktieren.

Tim Philipp Schäfers kennt die Probleme von der Anwenderseite. Er ist als Cyber Security Consultant bei der Oetker Daten- und Informationsverarbeitung (OEDIV) tätig, die alle Unternehmen der Oetker-Gruppe im Bereich IT betreut. Schäfers machte unter anderem auf die Gefahren aus dem sogenannten Social Engineering aufmerksam. Hier würden über beliebte Netzwerke wie XING oder Linkedin konkret Personen in Unternehmen angesprochen, um sie zu täuschen und so in die Unternehmensnetzwerke einzudringen. Aufgrund der Informationen aus diesen Netzwerken, können so gezielt Angriffe gesteuert werden, warnt Schäfers.

Den steigenden Bedarf von Unternehmen nach IT-Sicherheit setze die FHDW mit einem eigenen Schwerpunkt „Cyber Security“ innerhalb der Wirtschaftsinformatik um, wie Professor Christian Ewering, Dekan für Informatik an der FHDW, sagt. In enger Abstimmung mit IT-Verantwortlichen aus Unternehmen entstand ein Lehrplan, der die Studierenden auf die anstehenden Aufgaben in der Praxis vorbereitet. Weitere Informationen unter: www.fhdw.de und im Infokasten.

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Die Referenten des FHDW-Wirtschaftsforums stellten Konzepte für den Schutz von Daten vor Angriffen aus dem Netz dar: (v. l.): Christoph Alme, McAfee Paderborn, Prof. Dr. Christian Ewering an der FHDW, Dekan für Informatik, Prof. Dr. Ralf Schumann, FHDW, und Tim Schäfers, Oetker Daten- und Informationsverarbeitung. Bildnachweis: FHDW

22.02.2019│Paderborn: Wirtschaftsforum "Abenteuer China: Markt, Innovation, Technologie"

Enviplan aus Lichtenau erobert den chinesischen Markt

Von Produktpiraterie und langwierigen Markenstreitigkeiten war die Rede. Aber auch von absolut vertrauensvoller Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern. Einig waren sich alle Referenten beim Wirtschaftsforum der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in ihrem Urteil: Der chinesische Markt bietet deutschen Unternehmen sehr gute Aussichten für ihre Geschäfte. 

Ganz unterschiedliche Strategien kommen zum Tragen, wenn deutsche Unternehmen in China aktiv werden. Ob mit Kooperationspartnern oder in sogenannten Joint Ventures oder eben in Lizenzmodellen, wie die Lichtenauer Enviplan es versucht hat, um auf dem chinesischen Markt Fuß zu fassen. Spezialisiert auf die Klärung von Abwasser hat sich Roland Damann, Geschäftsführer der enviplan Ingenieurgesellschaft, intensiv mit dem chinesischen Markt auseinandergesetzt.

Allem voran mit der Wettbewerbssituation. Immerhin gibt es über 1.000 Wettbewerber in China. Aber mit patentierten Verfahren, bei denen jede Anlage eine Einzelfertigung ist, konnte er mit Lizenzen den Markteintritt im Reich der Mitte optimal organisieren: „Aufgrund der technischen Spezialisierung und unserem Know-how aus über 300 Projekten weltweit wussten wir, was wir wollen und was wir können“, erläutert Damann dem Publikum. Inzwischen zählt der chinesische Lizenznehmer Shuimu zu den Top 10 der chinesischen Start-ups in der Umwelttechnik. Und die Aussichten sind rosig: In den kommenden Jahren werden 20.000 kommunale Kläranlagen gebaut oder erweitert. Für Damann liegt auf der Hand: „Natürlich sind wir klein, aber scheinbar marktgerecht innovativ. Und das ist entscheidend.“

Das zu den 15 größten Süßwarenherstellern weltweit zählende Haller Unternehmen August Storck verfolgt eine andere Strategie. „Wir liefern ausschließlich Fertigwaren nach China“, erläutert Gunnar Schweitzer, bei Storck zuständig für die Fertigwarendisposition in Asien.

Überrascht wurde Storck von dem Hype um Knoppers, der das Unternehmen vollkommen unvorbereitet traf. Aufgrund verschiedener Lebensmittelskandale wie Gammelfleisch und Speiseöl entwickelte sich die Nachfrage nach ausländischen Lebensmitteln in atemberaubender Geschwindigkeit. „In China gibt es eine gut situierte Mittelschicht von rund 100 Millionen Menschen, die sich diese leisten können. Durch die sozialen Medien wie WeChat beschleunigen solche Hypes umso mehr“, wie Schweitzer sagt. Diese rasante Entwicklung ging sogar soweit, dass versucht wurde Knoppers-Bestände aus anderen Ländern aufzukaufen, um sie in China zu vertreiben.

Aufgrund der langen Transportwege sei zudem wegen der relativ kurzen Mindesthaltbarkeit für das Milchcremeprodukt ein ganz anderes Problem entstanden: „Mit einer dreimal dickeren Folie konnten wir das aber lösen, und haben inzwischen eine Haltbarkeit von 12 Monaten für den chinesischen Markt realisiert“, so Schweitzer weiter.

Von enormen Wachstumsraten bei der E-Mobilität in China berichtetet Christoph Hoene, Geschäftsführer der gleichnamigen Unternehmensberatung aus Stuttgart. „E-Mobilität in China ist auf der Überholspur. Auch wenn der chinesische Markt eine enorme Nachfrage nach Batterien erzeuge, ist sich Hoene sicher, dass chinesische Autohersteller bald auch den Weltmarkt mit ihren E-Autos bedienen könnten.

Nach dem Start von Tesla sind in China eine Vielzahl neuer Unternehmen gegründet worden, die sich auf die alternative Antriebsart für Fahrzeuge spezialisiert haben. Dieses Geschäft haben deutsche Unternehmen schlichtweg verpasst, so Hoene. Erst langsam versuchten sie Fuß zu fassen, wie beispielsweise VW, das sich gemeinsam mit General Motors am chinesischen Autohersteller NIO beteiligt habe. „Auch wenn der chinesische Markt eine enorme Nachfrage nach Batterien erzeuge, ist sich Hoene sicher, dass chinesische Autohersteller bald auf den Weltmarkt mit ihren E-Autos bedienen könnten. Ein Beispiel dafür sei CATL (Contemporary Amperex Technology Co): Der größte Batteriezellen-Hersteller in China möchte auch weltweit der größte Anbieter werden und plant die Fertigung von Batterien für die E-Mobilität in Thüringen.

Dieses Investment zeige, dass der Zug auch in die andere Richtung unterwegs ist und sich deutsche Unternehmen auf einen starken Wettbewerb auf den Märkten der Zukunft im eigenen Land einstellen müsse, so Professor Langemeyer, Prodekan Betriebswirtschaft an der FHDW. 

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Stellten Strategien für das China-Geschäft deutscher Unternehmen vor (v. l.): Christoph Hoene, Hoene Consult, Stuttgart; FHDW-Prodekan Betriebswirtschaft, Prof. Dr. Heiner Langemeyer; Roland Damann, Geschäftsführer enviplan Ingenieurgesellschaft Lichtenau, und Gunnar Schweitzer, August Storck KG, Halle. Bildnachweis: FHDW

01.02.2019│Paderborn: Städtisches Gymnasium Delbrück gewinnt Abi Quiz Night

Paderborn. Am 29.01.2019 ging es für 23 Teams aus 15 weiterführenden Schulen um alles: Zu gewinnen gab es 1.000 € für die Abiturkasse.

In zwei spannenden Quizrunden mit je 20 Fragen und einem Interaktivspiel setzte sich das Städtische Gymnasium Delbrück durch und nahm das Preisgeld mit nach Hause. Ganz knapp dahinter sicherte sich das Team vom Gymnasium Theodorianum in Paderborn den zweiten Platz mit 500 € Preisgeld. Den dritten Platz belegte das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium aus Hamm und konnte somit 250 € für die Jahrgangskasse gewinnen. 

Die Abi Quiz Night der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) war, wie bereits in den vergangenen Jahren, komplett ausgebucht. „In diesem Jahr unterstützten uns auch zwei Partnerunternehmen bei dem Event: Axon aus Paderborn sponserte das Interaktivspiel "Juggling a Soccer Ball" und Bertelsmann organisierte die Verpflegung für die rund 120 Schüler“, erklärt Benjamin Meinhardt aus dem Career Service, der gemeinsam mit Dajana Deppenmeier das Event moderierte.

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Das Siegerteam vom Städtischen Gymnasium Delbrück. Foto: Maria Behling/FHDW

Pressemitteilungen Bergisch Gladbach/Mettmann/Marburg

12.07.2021 │Bergisch Gladbach: Medizin-IT-Koryphäen an der FHDW

Mensch und Maschine: Sensor-Kommunikation nähert sich Echtzeit

Menschliche Nerven transportieren Reize mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Metern pro Sekunde. Bei Datennetzwerken sind bislang weniger die Reaktionszeiten als die maximalen Datenmengen pro Sekunde (Mbit/s) für den alltäglichen Gebrauch in der Diskussion. Industrie und Medizin, hier insbesondere die Chirurgie, sind aber aktuell interessiert an einer Steigerung der Reaktionsgeschwindigkeit der Netze. Am CeTI der TU Dresden arbeiten Forschungsgrößen gerade interdisziplinär daran, vor allem drahtlose Netzwerke, Cloud- und 5G-Netze in diesem Punkt zu einer deutlichen Leistungssteigerung zu bringen. Das Ziel: Die nahezu unverzögerte sensorische Interaktion zwischen Menschen und vernetzten, automatisierten Systemen – die Experten sprechen vom taktilen Internet. Denkbar ist damit durchaus, dass ein Chirurg eine OP an einem Patienten vornimmt – auch wenn der hundert Kilometer entfernt auf dem OP-Tisch liegt. Oder dass eine Pianistin von zuhause aus ein Live-Konzert in einer anderen Stadt spielt.

Die Arbeit und den aktuellen Forschungsstand am Exzellenzcluster „Centre for tactile Internet with Human-in-the-Loop” (CeTI) der TU Dresden stellte Frank H. P. Fitzek auf einem Themenabend der Regionalgruppe Köln der Gesellschaft für Informatik (GI) vor. Er hielt seinen Vortrag in den Räumen der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW), die die Hybrid-Veranstaltung (vor Ort und online) technisch und organisatorisch umsetzte. FHDW-Wirtschaftsinformatik-Dozent Markus Borschbach ist Mitglied der GI-Regionalgruppe. Gemeinsam mit GI-Mitglied George Becker moderierte Borschbach die Veranstaltung in der FHDW: „Wir haben durch unsere Online-Vorlesungen ausreichend Erfahrung in der sicheren und stabilen Durchführung von Veranstaltungen im Netz, daher haben wir uns angeboten.“ Bereits der Themenabend „Sportinformatik" im Dezember 2020 wurde als Hybridveranstaltung mit Podiumsdiskussion live an der FHDW moderiert.

Die kleinste Verzögerung im 5G-Netz, in der Informationstechnologie spricht man von Latenz, liegt aktuell in Testversuchen bei etwa einer Millisekunde. An der TU Dresden entwickelt man aber schon mit am 6G-Netz. Erst Ende Juni gab die TU bekannt, dass sie dafür gemeinsam mit der TU München in den nächsten vier Jahren 70 Millionen Euro vom Forschungsministerium zur Verfügung gestellt bekommen hat. Mit 6G hofft man, auf eine Latenz von etwa 100 Mikrosekunden zu kommen.

Neben Fitzek waren vom Dresdener CeTI zugeschaltet Stefanie Speidel und Shu Chen Li. Speidel ist Professorin für „Translationale Chirurgische Onkologie“ am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden. Die Referentin sprach über ihre Arbeit an der Entwicklung der bild- und robotergeführten Chirurgie. So hoch der zukünftige Vernetzungsgrad von OP-Räumen in Zukunft sein wird, stellte sie die auch die Herausforderungen an das Personal in den Fokus: „Ziel ist es, die Lücke zwischen Data Science, Sensorik und Robotik zu schließen, um die Zusammenarbeit zwischen Chirurgen und cyber-physischen Systemen zu verbessern und chirurgische Fähigkeiten durch Quantifizierung der chirurgischen Erfahrung zu demokratisieren und für Maschinen zugänglich zu machen. Obwohl viele Daten verfügbar sind, stellt dies eine überwältigende Herausforderung für Ärzte dar und das chirurgische Ergebnis hängt stark von der Erfahrung des OP-Personals ab.“

Li ist Professorin und Leiterin des Lehrstuhls für „Lifespan Developmental Neuroscience“ an der TU Dresden. Auch in ihrem Vortrag standen die notwendigen menschlichen Fähigkeiten für die innovative Technologie im Vordergrund: „Damit taktiles Internet einer breiten Nutzerpopulation optimal für Internet-of-Skill-Anwendungen dienen kann, müssen bei der technologischen Entwicklung alters- und lernabhängige menschliche Faktoren der multisensorischen Wahrnehmung berücksichtigt werden.“

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Wie mobile Netze die Medizintechnologie verändern kann: Das war Inhalt des Themenabends der Gesellschaft für Informatik (Regionalgruppe Köln) an der Fachhochschule der Wirtschaft. Frank H. P. Fitzek (rechts) war mit Markus Borschbach (hinten, FHDW und GI) und George Becker (GI) live vor Ort, die anderen Referenten über das Netz zugeschaltet. Foto: FHDW

06.07.2021│Bergisch Gladbach: Stadt begeistert von FHDW-Projekten

FHDW-Präsentation: Digitalisierungs-Experten der Stadt begeistert von FHDW-Projekten

Die Wirtschaftsinformatik-Studierenden der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) präsentieren jährlich im Sommer die Ergebnisse der Vorlesung „Ausgewählte Gebiete der Informatik“. Dann wird sicht- und greifbar, was Wirtschaftsinformatiker leisten können. Dozent Peter Tutt setzt in der Vorlesung auf die Entwicklung und Umsetzung eigener Projekte und die sind direkt in der Praxis anwendbar. In diesem Jahr verfolgten daher auch Thore Eggert, Kämmerer und Dezernent für Digitalisierung der Stadt Bergisch Gladbach und Marcel Böttcher, Chief Digital Officer der Stadt, mit Spannung die Präsentation.

Eine Fußgängerampel, die auf Grün springt, wenn eine bestimmte Anzahl von Menschen darauf wartet, die Straße zu überqueren. Keine Zukunftsmusik. Realität. Und entwickelt von Studierenden der Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW). Über einen Scanner erkennt die Ampel Menschen, zählt sie und lässt die Autos warten, wenn eine vorher definierte Menge erreicht ist. Anwendbar ist das von Alexander Pries und vier weiteren Studierenden programmierte System auch für coronabedingte Einlassbeschränkungen in Supermärkten oder öffentlichen Gebäuden.

Bei der Präsentation der Ergebnisse aus der sehr praxisnah konzipierten Vorlesung „Ausgewählte Gebiete der Informatik“ zum Semesterabschluss vergangener Woche gab es noch ein weiteres Ampelsystem. Das funktioniert über einen Infrarot-Bewegungsmelder und der ersetzt den Tastendruck. Der Vorteil: Der Bewegungssensor ist weniger defektanfällig als eine ständig bediente Taste und der direkte Hautkontakt fällt weg. Das ist gut für die Handhygiene.

Das dritte vorgestellte Projekt baut auf das im Mai erstmalig in Bergisch Gladbach eingeführte Corona-Testnachweissystem „LOLA Corona-Pass“ auf. Alina Friedsam, Susanne Hahn und Julian Geuß stellten „Scan&Benefit“ vor. Ein System, das jeden Corona-Testvorgang mit einer Rabatt- oder Gutscheinaktion verbindet und in Kooperation mit dem lokalen Einzelhandel und der Gastronomie vor Ort einsetzbar ist.

Die Studierenden können bei diesen Projekten ihre theoretischen Kenntnisse und die Erfahrungen der Praxisphasen des dualen Studiums unter Beweis stellen. Sie können die Kompetenz nachweisen, praktisch, problemfokussiert und lösungsorientiert zu arbeiten. „Das ist natürlich schön, etwas zu machen mit der Perspektive, dass es direkt genutzt werden kann“, sagt Susanne Hahn. Diese Perspektive kam auch gut an bei Thore Eggert und Marcel Böttcher von der Stadt: „Am allermeisten hat mich beeindruckt der sehr hohe Grad an Professionalität der Studierenden“, kommentiert Eggert die Präsentationen. „Technisch sehr ausgereifte Lösungen mit einem hohen Problemfokus haben hier zu Ergebnissen geführt, die nach wenigen technischen Anpassungen so direkt nutzbar wären.“ Generell will die Stadt Bergisch Gladbach in Zukunft noch enger mit der FHDW zusammenarbeiten. Eggert: „Wir sehen die FHDW als eine Möglichkeit, in einen klugen Kontakt zu den Studierenden zu kommen, die eine andere Sicht auf die Dinge haben, von der wir als Stadt absolut profitieren können. Sie nehmen die Probleme vielleicht nicht so mit dem administrativen Fokus auf und das führt zu sehr zielgerichteten Ergebnissen.“

Marcel Böttcher hat 2015 an der FHDW seinen Master in IT-Management gemacht: „Die Zusammenarbeit mit der Stadt hat sich seitdem gut entwickelt und davon profitieren sowohl die Studierenden als auch die Kommune – durch die Expertise der FHDW.“ Der Besuch der beiden Digitalisierungsfachleute der Stadt kam bei den Studierenden sehr gut an: „Das empfinde ich als sehr wertschätzend und ich fand schön, dass man direkt ein Feedback bekommt“, so Hahn.

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  1. Die Studierenden Susanne Hahn, Alina Friedsam und Julian Geuß (oben, von links) mit Thore Eggert und Marcel Böttcher (von links) von der Stadt Bergisch Gladbach. Foto: Klaus Pehle/FHDW
  2. Eine Ampel, die auf Grün springt, wenn eine bestimmte Anzahl an Menschen davorsteht: Eines der Projekte, die die Wirtschaftsinformatiker der FHDW präsentierten. Foto: Klaus Pehle/FHDW

23.03.2021│Bergisch Gladbach: Virtual Campus Day

Die vielfältige Unternehmenslandschaft der FHDW-Kooperationspartner

Online-Informationsveranstaltungen haben sich im Laufe des vergangenen Jahres etabliert in der Kommunikationskultur von Unternehmen in Deutschland. Das merkte man auch auf dem Online-Tag der offenen Tür der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW). Der lief zum ersten Mal unter dem Label „Virtual Campus Day“ und rund 20 Unternehmen präsentierten sich in ihrer großen Varianz virtuell den interessierten Schülern und Eltern.

Headset und Webcam sind für viele Menschen aufgrund der Pandemie zu Standardinstrumenten für die alltägliche Kommunikation geworden. Das gilt vor allem im Job. Videokonferenzen haben die Meetings abgelöst und wenn sich ein Unternehmen jungen Menschen als potenzieller Arbeitgeber vorstellen möchte, kann auch nicht auf eine attraktive Präsentation im Netz verzichtet werden.

Wie unterschiedlich die Unternehmenslandschaft innerhalb der Kooperationen von Unternehmen mit der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach ist, machte der erste „Virtual Campus Day“ deutlich. Rund 20 Unternehmen schalteten sich zu dem Online-Tag der offenen Tür, um sich als Kooperationspartner im dualen Studium der Gladbacher Hochschule vorzustellen.

„Wir haben eine große Bandbreite an Kooperationspartner. Vom kleinen und mittelständischen Unternehmen bis zum großen internationalen Konzern“, beschreibt Dr.-Ing. Alexander Brändle diese Vielfältigkeit. Gemeinsam mit Prof. Dr. Frank Wallau (FHDW-Dekan Betriebswirtschaft) begrüßte der Leiter des FHDW-Campus in Bergisch Gladbach am vergangenen Samstag fast 150 Online-Besucher. In verschiedenen, parallel laufenden Tracks stellten sich die Unternehmen anschließend vor, sodass Schüler und Eltern möglichst viele Präsentationen erleben konnten und sich von den attraktiven Leistungen für die Studierenden überzeugen konnten. Häufig waren es ehemalige Studierende, die ihr Unternehmen online repräsentierten: „Wir übernehmen die kompletten Studiengebühren“, warb zum Beispiel Celine Losen für ihren Arbeitgeber. Losen hat an der FHDW Wirtschaftsinformatik studiert und ist jetzt beim kanadischen IT-Dienstleister CGI im Bereich Cyber Security angestellt. Zusätzlich zu den Studiengebühren kommt bei CGI ein faires, gestaffeltes Gehalt, ein Semesterticket, geförderter Aktienerwerb, Smartphone, Laptop und eine betriebliche Altersvorsorge.

„Wir haben einen See direkt nebenan und zur Autobahn sind es auch nur zwei Minuten“, kamen Vorzüge ganz anderer Art aus Overath. Zwei ehemalige FHDW-Studierende waren aus dem Worklab der Firma Soennecken zugeschaltet, um neben finanziellen und karrieretechnischen Anreizen auch den besonderen Standort ihres Unternehmens hervorzuheben. „Man hat hier die Möglichkeit, super national zu arbeiten“, berichtete Jan-Phillip Gruenther von seinem Job bei Bayer.

Mit Grafiken, Videos und Bildern veranschaulichten die Unternehmensvertreter abwechslungsreich ihre Präsentationsinhalte, anschließend standen sie in Videochats für persönliche Fragen zur Verfügung. „Den Partnerunternehmen kommt nicht nur wegen der finanziellen Vorzüge eine besondere Bedeutung zu“, erklärt Brändle. „Meistens übernehmen die Firmen die Studierenden auch nach dem Studium, es ist also häufig auch ihr künftiger Arbeitgeber.“

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  1. Nele Althoff berichtete auch von ihrem eigenen Studium an der FHDW. Foto: Klaus Pehle/FHDW
  2. Nadja Cornelius moderierte die unterschiedlichen FHDW-Partnerunternehmen an. Foto: Klaus Pehle/FHDW
  3. Campus-Leiter Dr.-Ing. Alexander Brändle erklärte die Voraussetzungen und Möglichkeiten, die ein duales Studium an der FHDW bietet. Foto: Klaus Pehle/FHDW
  4. Caroline Schmidt-Faillard informierte die Schülerinnen und Schüler über die Vorzüge eines dualen Bachelor-Studiums. Foto: Klaus Pehle/FHDW

22.03.2021 │Mettmann: Die FHDW baut die Kooperationen mit Berufskollegs deutlich aus

Verkürztes Informatik-Studium für ambitionierte Berufskollegiaten

Mettmann. Die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) vereinbart im März 2021 fünf weitere Kooperationen mit Berufskollegs in der Region. Ziel ist es, mit dem Studiengang Angewandte Informatik den Übergang Schule – Beruf zu erleichtern. Die Zusammenarbeit leistet einen wichtigen Beitrag, Fachkräfte in der Region zu halten.

Der verkürzte Bachelor-Studiengang Angewandte Informatik richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die an einem Berufskolleg eine IT-Ausbildung zum Fachinformatiker oder Informationstechnischen Assistenten absolvieren. In intensiver Vorarbeit wurden die Lehrpläne der schulischen Ausbildung mit den Inhalten der ersten beiden Hochschul-Semester verglichen und durch die FHDW als gleichwertig anerkannt. Damit können Informatik-Absolventen der kooperierenden Berufskollegs das Studium der Angewandten Informatik von drei auf zwei Jahre verkürzen und ihren Bachelor of Science deutlich früher als sonst erwerben.

Mit den neuen Kooperationen steigt die Zahl auf insgesamt acht Berufskollegs, die mit diesem Angebot junge Leute ansprechen, die den Elan und das Interesse mitbringen, sich mit technischen und methodischen Fragestellungen der Informatik sowie mit deren Umsetzung im Unternehmen auseinanderzusetzen. Die FHDW kann im gleichen Zuge den Nachwuchsbedarf ihrer Partnerunternehmen besser decken, indem sie motivierte und leistungsstarke Studierende vermitteln kann.

Ein Fokus der Kooperationen ist es, den Schülerinnen und Schülern den Übergang von der Schule zur Hochschule zu erleichtern und einen schnellen Berufseinstieg zu ermöglichen. Mit dem gemeinsamen Know-how der Lehrer, Professoren und Lehrbeauftragten soll der moderne Studiengang Angewandte Informatik stetig weiterentwickelt werden. „Wir fördern einen konstruktiven Austausch zwischen Fachdozenten der Bildungseinrichtungen und Unternehmensvertretern“, sagt Prof. Dr. Andreas Brandt, Leiter der FHDW in Mettmann. Schon früh findet das „Matching“ von Schülern und Unternehmen statt, in denen die Studierenden die Praxis-Phasen während des dualen Studiums absolvieren.

Schnell hat sich gezeigt, dass viele Neustudierende eigene Unternehmenskontakte mit an die FHDW bringen. Christoph Wiechert von der Unternehmensbetreuung weiß, dass die Unternehmen schnell erkennen, welcher Mehrwert sich durch die Finanzierung eines dualen Studienplatzes für einen Informatik-Studierenden bietet. „Da muss ich meist gar nicht mehr viel beraten“, freut er sich. 

Foto: FHDW

21.12.2020 │Bergisch Gladbach: Studierende und Dozenten backen für Senioren

180 liebevoll geschmückte Tütchen mit selbstgebackenen Weihnachtsplätzchen: Die Weihnachtsbäckerei für Bergisch Gladbacher Senioren hat an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) Tradition. Zum siebten Mal organisierte der Studierenden-Ausschuss die Backaktion und brachte die süßen Präsente am vergangenen Freitag zum Seniorenzentrum Quirlsberg.

Traditionell ruft der Studierenden-Ausschuss der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) in der Vorweihnachtszeit zum Backen auf. Studierende, Dozenten und Mitarbeiter schmeißen daraufhin die Öfen an, um für die Bewohner des Seniorenzentrums Quirlsberg in der Gladbacher Innenstadt zu backen. Seit sieben Jahren gibt es die Aktion. „Ich kannte es schon aus dem letzten Jahr“, berichtet Christian Happ (23) vom Studierenden-Ausschuss, der die Weihnachtsbäckerei auf keinen Fall wegen der Corona-Pandemie ausfallen lassen wollte. „Gerade jetzt fand ich das sehr wichtig, ein bisschen Nächstenliebe zu zeigen.“

Normalerweise bringen die Studierenden die Plätzchen zum Sammeln mit auf die gemeinsame Weihnachtsfeier. Die aber fiel natürlich aus. Happ machte sich also zwei Tage mit dem Auto auf den Weg, um alle Backprodukte einzusammeln. „300 Kilometer kamen so zusammen.“ Den kürzesten Weg hatte er zum Wohnheim der FHDW auf dem Campus in Gronau. Dort backten die Studierenden gemeinsam in den Küchen, um den Gladbacher Senioren eine Freude zu machen. „Und sie haben sich wirklich gefreut, gut, dass wir es gemacht haben“, berichtet Happ vom Ausliefern am vergangenen Freitag.

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Christian Happ (rechts) und Heinrich Dorendorf von der FHDW brachten 180 Tütchen mit selbstgebackenen Plätzchen zum Seniorenzentrum Quirlsberg in Bergisch Gladbach. Foto: FHDW

15.12.2020 │Bergisch Gladbach: [email protected] - Digital Farming für den Weihnachtsbaum

Mit der IT-Night sucht der Bayer-Konzern jährlich zum Ende des Jahres geeignete Schülerinnen und Schüler für das gemeinsame Ausbildungs- und Studienprogramm mit der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW). Dieses Jahr fand die Recruiting-Veranstaltung für angehende Wirtschaftsinformatiker (m/w/d) wegen der Corona-Pandemie online statt. Die 30 Schülerinnen und Schüler waren aber auch vor dem eigenen Notebook bestens versorgt. Mit einem Microcontroller, einem Feuchtigkeits-Sensor und einem Gratis-Coupon für den Lieferdienst ihrer Wahl.

Kaum etwas ist schlimmer als ein zu Weihnachten nadelnder Baum. Mit wenigen Hilfsmitteln, der Programmiersprache C und einem IT-Grundwissen ist das aber gut vermeidbar. Das zeigten 30 Oberstufenschülerinnen und -schüler auf der [email protected] Sie hatten von der Bayer AG ein Starterkit für Digital Farming zugeschickt bekommen. Damit konnten sie den Feuchtigkeitsgehalt eines Weihnachtsbaums über einen Sensor kontrollieren und den Microcontroller so programmieren, dass er dem Baum ab einem kritischen Wert automatisiert Wasser zuführt. Aus der FHDW bekamen sie online die Anleitung dazu. Von FHDW-Campus-Leiter Dr.-Ing. Alexander Brändle, der die Online-Veranstaltung gemeinsam mit Hanna Gryschock vom Bayer-Ausbildungsmarketing moderierte. „Für uns ist es wichtig, die jungen IT-affinen Leute früh abzuholen, in der Hoffnung, dass sich qualifizierte und motivierte Schülerinnen und Schüler bei uns für die Wirtschaftsinformatik bewerben“, sagt Gryschock zur Motivation des Leverkusener Konzerns, dessen Kooperation mit der FHDW in Bergisch Gladbach im nächsten Jahr 20jähriges Jubiläum feiert. „Das klappt super mit der FHDW, wir schätzen die Zusammenarbeit sehr“, kommentiert das Gryschock.

Neben dem Programmier-Grundkurs berichteten an dem Abend auch ehemalige Dual-Studenten von Bayer, wie und wo sie jetzt im Konzern eingesetzt werden, in welchen Bereichen Bayer Künstliche Intelligenz verwendet und wie sie das FHDW-Studium auf den Job vorbereitet hat. Außerdem konnten sich die Schülerinnen und Schüler in einem Escape-Game und einem fachspezifischen Slam messen. Dazu gab es von Gryschock vorher nicht bekannte Fachthemen, die sie in fünfminütigen Kurzvorträgen präsentieren mussten.

FHDW-Dozent Peter Tutt stellte per mobiler Webcam weitere Praxis-Projekte aus dem Studium vor: Ein ebenfalls in C programmierter Seifenblasenroboter, eine an das von der Industrie genutzte LoRaWan-Netz angeschlossene Dampfmaschine und ein programmierbarer Sumokampf-Roboter. „Ich denke, wir konnten den jungen Menschen gut vermitteln, um was es bei einem Studium der Wirtschaftsinformatik bei uns geht und welche Anforderungen der Bayer-Konzern an Bewerberinnen und Bewerber hat“, resümierte Brändle.

14.12.2020 │Bergisch Gladbach: Gesellschaft für Informatik - Ist ein Fitnesscoach automatisierbar?

Zu ihrem Themenabend „Quo vadis Sportinformatik?“ war die Regionalgruppe Köln der Gesellschaft für Informatik zu Gast an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW). Über Automatisierungsmöglichkeiten von Coachingssystemen sprachen ein Kölner Weltraumphysiologe, ein Personal Trainer aus Bergisch Gladbach und die Geschäftsführerin eines EMS-Herstellers aus Köln.

Wer einmal mit einer Spielekonsole trainiert hat, der weiß: Die Bewegungsabläufe checkt die Konsole über Kameras und gibt dem User ein Feedback, ob sie den vorgegebenen Standards entsprechen. Sportmedizinischen Ansprüchen genügt das aber nicht. „Natürlich kann man Trainingsprozesse optimieren und automatisieren. Das ist aber ein langer Weg, wenn es aus sportphysiologischer Sicht sicher sein soll. Das ist nicht vergleichbar mit einer Spielekonsole“, sagt Waltraut Thiemann. Die Kölner Unternehmerin hat ein EMS-System (Elektro-Muskel-Stimulation) entwickelt und ist Geschäftsführerin des Anbieters Loncego. Auf Einladung der Regionalgruppe Köln der Gesellschaft für Informatik war sie zu Gast auf deren Themenabend „Quo vadis Sportinformatik?“ an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW). Privatdozent Dr. Markus Borschbach ist an der FHDW für Softwareengineering zuständig, sportaffin und trainiert selbst mit der EMS-Methode. „Programmieren heißt verstehen“, sagt der Wirtschaftsinformatiker zur Motivation zu diesem Themenabend, der klären sollte, wie eine Trainingsoptimierung über Software denkbar ist. Borschbach hatte die Hybrid-Veranstaltung (zwei Sprecher live vor Ort, einer per Videokonferenz zugeschaltet) organisiert.

Das Training mit EMS-Systemen funktioniert über die Stimulation bestimmter Muskelgruppen. Durch punktgenau am Körper befestigte Elektroden-Pads wird der Muskel zur Kontraktion gebracht. „Das haben wir schon angefangen, zu automatisieren“, erklärt Thiemann. Beim Anlegen der Pads gibt das System die exakten Körperstellen vor. Bei der Automatisierung des Feedbacks ist sie aber skeptisch, hält einen betreuenden Trainer bis jetzt zumindest für unerlässlich: „Sonst verfällt man immer wieder in die gleichen und gegebenenfalls falschen Bewegungsmuster.“

Selbst in der Raumfahrt werden die Trainings der Astronauten derzeit noch nicht über eine Software auf Effizienz und korrekte Bewegungsabläufe kontrolliert. Dabei sind Muskelübungen im All besonders wichtig. „Astronauten verlieren in der Schwerelosigkeit ein Drittel ihrer Muskelmasse“, begründet das Prof. Dr. Jörn Rittweger. Der Weltraumphysiologe leitet die Abteilung Muskel- und Knochenstoffwechsel am Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln. Der Weltraummediziner lieferte auf dem Themenabend der Gesellschaft für Informatik einen Abriss zu der Entwicklung der Trainingsmethoden und -auswertungen in der Raumfahrt und ging auch auf das Thema Motivation ein. Die sei bei Astronauten sicher höher, weil der Muskelabbau eine Gefahr für den ganzen Körper darstellt.

Eine teilweise übermotivierte Klientel hat der dritte Gast des Themenabends zu betreuen. Diplom-Sportwissenschaftler Marcus Thormann ist Inhaber eines Studios für Personal Training in Bergisch Gladbach und ist unter anderem Athletiktrainer der Regionalliga-Fußballer beim SV 09 Bergisch Gladbach. „Fußballer wollen immer an die Leistungsgrenze“, berichtet er aus seiner Praxis. Er muss die Kicker häufiger bremsen und hält aus diesem Grund ein unbetreutes Training für nicht sinnvoll. „Zu viel Training birgt die Gefahr für Verletzungen.“

„Es ist noch Zukunftsmusik“, fasst Rittweger die Antworten auf die Frage nach einem automatisierten Coaching zusammen. Wie Thiemann und Thormann hält er das in Zukunft aber für denkbar.

09.12.2020 │Bergisch Gladbach: Bachelor-Studium und „sehr gut“ in der Ausbildung

IHK-Besten-Ehrung

Ein duales Bachelor-Studium können die Studierenden an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) mit einer betrieblichen und IHK-geprüften Ausbildung kombinieren. Dass diese doppelte Herausforderung auch mit einem sehr guten Ausbildungsabschluss möglich ist, haben in diesem Jahr Julia Schnappauf und Jan Welter bewiesen. Die Industrie und Handelskammer Köln (IHK) ehrte die beiden FHDW-Studierenden. Sie hatten in den Prüfungen ein „sehr gut“ geschafft.

Eine dreifache Herausforderung haben Julia Schnappauf (20) und Jan Welter (22) im Jahr 2020 mit Bravour gemeistert. Die beiden Studierenden machen an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) ihr duales Studium und haben parallel dazu an der IHK die Abschlussprüfung in ihren Ausbildungsberufen bestanden. Die dritte Herausforderung war die Corona-Pandemie, die von beiden eine besonders hohe Flexibilität, viel Disziplin und eine kontinuierliche Fokussierung auf die beiden Berufsziele (Studium und Ausbildung) erforderte. Das betonte auch Dr. Nicole Grünewald. Die Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Köln ehrte die beiden jetzt für ihre Prüfungsergebnisse. Beide haben die theoretische Ausbildungsprüfung mit „sehr gut“ bestanden. „Sie haben bewiesen, dass Sie – trotz dieser wirklich extremen und noch nie dagewesenen Ausnahmesituation durch Corona – unglaublich gute Leistungen erbringen und Ihr Ziel, Ihre Ausbildung exzellent abzuschließen, trotzdem erreichen können“, lobte Grünewald die Prüfungsbesten des Jahrgangs. „Diese Fähigkeit nennt man Resilienz. Ein Wort, das Sie sich merken sollten. Denn es bedeutet, dass man schwierige Lebenssituationen und Krisen ohne anhaltende Beeinträchtigungen überstehen und für die eigene Entwicklung nutzen kann – eine sehr nützliche Fähigkeit, die Ihnen in Ihrem Leben sicher noch oft zugutekommen wird.“ Insgesamt ehrte die IHK-Präsidentin 446 Azubis, die ein „sehr gut“ geschafft hatten. Das sind rund 4,5 Prozent der 9.773 jungen Frauen und Männer, die im Prüfungsjahr 2019/20 ihre Ausbildung mit der IHK-Prüfung im Bezirk Köln ablegten.  

„Dass es ein so gutes Ergebnis geworden ist, freut mich natürlich“, sagt Welter, der Wirtschaftsinformatik mit dem Schwerpunkt Software Engineering studiert und seine Ausbildung zum Fachinformatiker beim Systemhaus des Landschaftsverband Rheinland, LVR-InfoKom, gemacht hat. „Sehr viele Prüfungsfragen konnte man mit dem Theoriewissen aus den Vorlesungen an der FHDW gut beantworten“, berichtet Welter, der in der Berufsausbildung eine gute Zusatzqualifikation für seine Karriere sieht. Ende des nächsten Jahres beendet er sein Studium mit der Bachelorthesis, bis dahin bleibt er bei LVR-InfoKom. „Es sieht im Moment so aus, dass es auch nach dem Bachelor dort für mich weitergeht“, sagt er. Dann plant er, an der FHDW ein berufsbegleitendes Master-Studium zu beginnen. 

„Das kann ich mir auch vorstellen“, sagt Julia Schnappauf. Sie studiert an der FHDW Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Mittelstandsmanagement und hat die Ausbildung zur Industriekauffrau bei der RheinEnergie gemacht. „Da sehe ich im Moment auch meine Zukunft für die nächsten Jahre.“ Ihr kamen bei der Abschlussprüfung der Ausbildung die speziellen Vorbereitungskurse zugute. „Vor allem im Rechnungswesen, da braucht man in der Prüfung detaillierteres Wissen als man es im Studium bekommt.“   

23.11.2020│Bergisch Gladbach: Tag der offenen Tür

Hochschule für einen Tag als Broadcast-Center

Der Tag der offenen Tür an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) lief am Samstag, 21. November online ab. Aufwendig und mit viel Technik lieferten Dozenten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein umfangreiches und interaktives Informationsprogramm. Über das Netz zugeschaltet waren auch 20 Partnerunternehmen. Schon am Donnerstag, 26. November geht das Online-Programm mit einem Infoabend für Eltern weiter. Am Dienstag, 1. Dezember gibt es einen Online-Infotermin zu den dualen Bachelor-Studiengängen.

Für einen Tag verwandelte sich die Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) zu einem Online-Sendezentrum. Die Hochschule sendete aus vier Räumen ein umfassendes Informationsprogramm zum Tag der offenen Tür. Außerdem waren Vertreter und Vertreterinnen von 20 der FHDW-Partnerunternehmen aus den Unternehmenszentralen oder dem Home Office zugeschaltet. Diese waren auf vier Tracks aufgeteilt, so dass parallel insgesamt über 10 Stunden Videomaterial live über das Netz zu den Studieninteressierten liefen, die sich über die Voraussetzungen, Inhalte, Abläufe und Bedingungen der dualen Studiengänge informieren wollten. Im Anschluss konnten die potenziellen Studienstarter im „Meeting up“ in direkten Chats mit den Dozenten und Personalverantwortlichen in Kontakt treten, um individuelle Fragen abzuklären.

„Durch Corona konnten wir keine Präsenzveranstaltung durchführen“, erklärt Dr.-Ing. Alexander Brändle, der den FHDW-Campus in Bergisch Gladbach leitet. „Aber wir haben alles in Bewegung gesetzt, um unserem hohen Anspruch an den Informationsgehalt und die Möglichkeiten zum direkten Austausch gerecht zu werden.“

Brändle selbst begrüßte die Online-Gäste gemeinsam mit Prof. Dr. Frank Wallau, dem FHDW-Dekan für Betriebswirtschaft. Eine virtuelle Campus-Tour führte die User über das Gelände und in die Räume in Bergisch Gladbach-Gronau. Die Studiengänge Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaft wurden plastisch dargestellt und die Inhalte der verschiedenen Spezialisierungsmöglichkeiten umfangreich erläutert. Auch die besonderen Bedingungen mit Online-Vorlesungen seit dem Beginn der Corona-Pandemie waren Thema. „Alle Studierenden sind in der Regelstudienzeit und mit guten Abschlüssen fertig geworden“, so Brändle in Bezug auf die Absolventen, die im Oktober ihre Bachelorurkunden erhalten hatten.

Bei den dualen Studiengängen haben die Partnerunternehmen eine besondere Relevanz. Die 20 zugeschalteten Firmen stellten sich als attraktive Arbeitgeber vor, bei denen die Studierenden ihre Praxisphasen absolvieren. Dabei waren Global Player wie CGI, Miltenyi Biotech und Bayer, aber auch regionale Größen wie die RheinEnergie, LVR Infokom oder Ford Lüttgen. Um sich näher kennenzulernen, standen die Vertreterinnen und Vertreter der Unternehmen in einer abschließenden „Meeting up“-Runde für persönliche Gespräche zur Verfügung. „Die Chemie zwischen den Unternehmen und den Studierenden muss stimmen“, erklärt Brändle.

Das Online-Informationsprogramm an der FHDW geht schon diese Woche weiter: Am Donnerstag, 26. November (18 Uhr) gibt es einen Online-Infoabend für Eltern. Am Dienstag, 1. Dezember werden die dualen Bachelor-Studiengänge auf einem Online-Infotermin vorgestellt und eine Woche darauf berichten Studierende am Dienstag, 8. Dezember von ihren Erfahrungen an der FHDW. 

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  1. Live aus der FHDW informierte Nadia Cornelius vom FHDW Career Service die Studieninteressierten.
  2. Campus-Leiter Dr.-Ing. Alexander Brändle funktionierte sein Büro zum Sendezentrum um und begrüßte die Online-Gäste.
  3. Jennifer Chauchet von LVR Infokom informierte über ihr Unternehmen LVR InfoKom. Alle Fotos: Klaus Pehle/FHDW.

03.11.2020│Bergisch Gladbach: 60 Bachelor und 56 Master an der FHDW verabschiedet 

60 Bachelor und 56 Master bekamen vergangene Woche an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) ihre Abschiedsurkunden. Durch die Corona-Schutzmaßnahmen mit einer anderen Abschiedsfeier als sonst, aber mit einem aufmunternden Videogruß von der Kölner Band Kasalla.

Online-Vorlesungen, Arbeitsgruppen per Videokonferenzen und Home Office: Das vergangene Semester an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) lief anders als sonst. Auch für die 116 Studierenden, die jetzt ihr Studium abgeschlossen haben. Denn eigentlich war eine große Abschiedsfeier in der Lanxess Arena geplant. Die musste aber wegen Corona abgesagt werden und so veranstaltete die FHDW in ihren Räumen eine Feierstunde. 33 Absolventinnen und Absolventen wollten es sich nicht entgehen lassen, ihre Bachelor- und Master-Urkunden entgegenzunehmen – mit Maske, aber persönlich und im Beisein der Dekane.

Trotz Corona lief das Studium reibungslos. „Es hat alles gut geklappt, niemand hat eine Vorlesung verpasst. Alle haben ihr Studium in der Regelstudienzeit abgeschlossen, sodass sie jetzt pünktlich in ihre Jobs starten können, wozu ich Ihnen viel Erfolg wünsche.“ Das sagt Dr.-Ing. Alexander Brändle zu dem Studienbetrieb unter Corona-Bedingungen. Er leitet den FHDW-Campus in Bergisch Gladbach, begrüßte die Gäste auf dem feierlichen Abend und hatte eine besondere Überraschung mitgebracht: Mit einer persönlichen Videobotschaft und dem bis dahin unveröffentlichten Song „Midden em Sturm“ grüßte die Kölner Band Kasalla die Bachelor- und Master-Absolventen der FHDW in Bergisch Gladbach.

„Liebe Absolventinnen und Absolventen der Fachhochschule der Wirtschaft“, grüßte Sänger Bastian Campmann die Absolventen aus dem Kasalla-Probenraum in Köln-Ehrenfeld. „Wir gratulieren euch auf diesem Wege ganz herzlich, dass ihr es geschafft habt. Wir hoffen, dass ihr jetzt mit uns anstoßt. Wir erheben auf jeden Fall die Gläser auf euch. Wir wären jetzt viel lieber bei euch und würden mit euch feiern.“ Geplant war der Auftritt der Band eigentlich in der Lanxess Arena bei einer festlichen Übergabe der Prüfungsurkunden. Aber da machte Corona nicht mit. So kam „Alle Jläser huh“, „Stadt mit K“ und “Mer sin eins“ per Video nach Bergisch Gladbach. Der neueste Kasalla-Song „Midden em Sturm“ passte gut zu der Bachelor-Verabschiedung in Corona-Zeiten. Campmann singt darin, dass Gegenwind auch stark machen kann, dass man auch im Sturm vorankommen kann und jede Unannehmlichkeit auch mal vorübergeht. „Wir wünschen euch ganz viel Erfolg und Glück im Leben, maat et joot!“ so Bastians Abschiedsgruß über den Rhein.

„Jeder hat ja im Moment mit den Konsequenzen von Corona zu leben“, relativiert Alicia Lüber (22) die etwas andere Bachelor-Verabschiedung. Erstmalig in der FHDW-Historie gab es durch die Corona-Maßnahmen keine Bachelor-Talare und auch das traditionelle Hütewerfen musste ausfallen. Gäste waren durch die Schutzmaßnahmen diesmal nicht vor Ort, Freunde und Familie konnten die Zeremonie über die Webcam verfolgen. Wie alle anderen grüßte auch Lüber fröhlich in die Kamera und präsentierte ihre Bachelor-Urkunde. „Man ist schon stolz, dass man es durchgezogen und geschafft hat“, sagt die Absolventin des Studiengangs Betriebswirtschaft. Den hat sie mit der Spezialisierung Automotive Management abgeschlossen, jetzt reist sie erst einmal zurück nach Waldshut-Tiengen. An der schweizerischen Grenze wird sie sich bei ihren Eltern auf den Master-Studiengang vorbereiten.

So weit hat es ihr Studienkollege Selim Derkorn (23) nicht. Der Wirtschaftsinformatiker aus Odenthal wird auch zukünftig in der Heimatregion leben und arbeiten. Er wurde von dem FHDW-Partnerunternehmen CGI Deutschland mit Sitz in Köln übernommen. Hier hatte Derkorn schon die Praxisphasen des dualen Studiums gemacht, berufsbegleitend wird er jetzt seinen Master in IT-Management an der FHDW machen.

Überreicht bekamen die Bachelor und Master ihre Urkunden von Prof. Dr. Wolfgang Kahnert, an der FHDW Prodekan für Informatik, und dem Dekan für Betriebswirtschaft, Prof. Dr. Frank Wallau. 

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Hochschule meets Kasalla (v. l.): Prof. Dr. Frank Wallau, an der FHDW Dekan für Betriebswirtschaft; Dr.-Ing. Alexander Brändle, Leiter des FHDW-Campus in Bergisch Gladbach, mit Sebi, Bastian, Ena, Flo und Nils von Kasalla. Foto: Klaus Pehle/FHDW

27.10.2020│Bergisch Gladbach: Wie Datennutzung auf die Wettbewerbsfähigkeit wirkt 

FHDW Wirtschaftsforum
Wie Datennutzung auf die Wettbewerbsfähigkeit wirkt

Zum FHDW Wirtschaftsforum hatte die Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach Experten zum Thema „Business Analytics“ eingeladen. Die Veranstaltung lief in Hybrid-Form. Fünfzehn Gäste waren persönlich vor Ort, rund 40 verfolgten die Fachbeiträge online. Nach einer kompakten Einführung in das Thema durch FHDW-Dozent Prof. Dr.-Ing. Roland Künzel gab es anschauliche Beispiele aus Industrie und der Anwendungstechnologie. Es wurde deutlich, dass zukünftige globale Wettbewerbsfähigkeit nur über die komplexe und zielgerichtete Nutzung großer Datenmengen erreichbar ist.

Das Competitivness Center des International Institute for Management Development im schweizerischen Lausanne veröffentlicht jährlich eine Rangliste der digitalen Wettbewerbsfähigkeit. Im globalen Vergleich steht Deutschland nicht wirklich gut da. Auf der am 1. Oktober neu herausgebrachten Studie rückte die Bundesrepublik erneut einen Platz nach hinten und steht nun auf Rang 18. „Da müssen wir was tun, wir müssen der Realität ins Auge schauen“, kommentiert Prof. Dr.-Ing. Roland Künzel das wenig schmeichelhafte Ergebnis.

Künzel ist seit 2000 Dozent an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach. Das Spezialgebiet des Wirtschaftsinformatikers: Business Analytics – ein unternehmerischer Prozess, der Daten in wirtschaftlichen Erfolg transferieren kann. In jedem Betrieb, jedem Unternehmen fallen laufend eine Großzahl an Daten an – in der Produktion zum Beispiel, in der Logistik, beim Absatz. Diese Daten beschreiben vergangene und gegenwärtige Zustände und können durch eine intelligente Nutzung veredelt werden, indem sie in einer entsprechend aufbereiteten Qualität den Entscheidungsträgern im Unternehmen zur richtigen Zeit zur Verfügung gestellt werden. So kann das Management erfolgsrelevante Prozessdaten im Unternehmen so analysieren, dass sie Rückschlüsse auf zukünftige Entwicklungen zulassen. Das kann bei einem Verschleißteil in der Produktion der Fall sein, das rechtzeitig vor dem Materialbruch ersetzt wird. Das kann aber auch der Absatzmarkt sein, dessen Entwicklung vorhergesagt wird und so einen enormen Wettbewerbsvorteil verspricht. „Das kostet Geld, kann aber auch eine Menge Geld bringen“, sagt Künzel.

Die Bayer AG in Leverkusen steckt in der Erwartung steigender Umsätze viel Aufwand in Tools für solche Business Analytics Prozesse. Das machten nach Künzel zwei ehemalige FHDW-Studierende deutlich, die im vergangenen Jahr daran beteiligt waren, eine globale Nachfrageprognose-Plattform im Unternehmen zu installieren. Mit diesem Instrument für ein Demand Forecasting sollen zukünftige Absatzmengen der unterschiedlichsten Produkte weltweit vorhergesagt werden können. „Wir haben eine Steigerung der Vorhersehbarkeit festgestellt, also sehr gute Ergebnisse“, resümiert Laura Schittko, die den Implementierungsprozess der Plattform mit ihrer Kollegin Leonie Puhe den Gästen des Wirtschaftsforums darstellte.

Um die Vorhersehbarkeit von Kundenbedürfnissen ging es auch im dritten Expertenbeitrag. Roland Schubert zeigte anhand eines Geodaten-Tools, wie der Standort eines Unternehmens geplant werden sollte, um einen möglichst große Kundenzahl zu erreichen. In Korrelation mit anderen kundenspezifischen Daten lassen solche Technologien heute eine sehr genaue Prognose über das Kundenverhalten und die Kundenbedürfnisse zu. Und das nicht nur im Hier und Jetzt, sondern in der Zukunft.

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Machten deutlich, wie die Wirtschaft der Zukunft tickt: FHDW-Dozent Prof. Dr.-Ing. Roland Künzel, Dr.-Ing. Alexander Brändle (Leiter FHDW-Campus Bergisch Gladbach), Laura Schittko und Leonie Puhe (Bayer AG) und Roland Schubert. Foto: Klaus Pehle/FHDW.

19.10.2020│Bergisch Gladbach: Kooperation mit Gymnasium für digitale Bildung 

Schul-Kooperation
Fachhochschule unterstützt Gymnasium bei digitaler Bildung

Das Bergisch Gladbacher Gymnasium Herkenrath und die Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) haben einen Kooperationsvertrag unterschrieben. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Schülerinnen und Schüler besser auf die Zeit nach ihrem Abitur vorzubereiten – vor allem, was digitales Arbeiten betrifft.

Das Gymnasium Herkenrath in Bergisch Gladbach ist in der digitalen Bildung gut aufgestellt. Es gibt drei gut ausgestattete IT-Räume, mehrere Grund- und sogar einen Leistungskurs in Informatik und vier Fachlehrer im IT-Bereich. Das Land NRW hat die Bildungseinrichtung mit dem Siegel „Digitale Schule“ ausgezeichnet. Um das digitale Know-how der etwa 1.000 Schülerinnen und Schüler noch weiter nach vorne zu bringen, haben Schulleiter Dieter Müller und Dr.-Ing. Alexander Brändle, Leiter des FHDW-Campus in Bergisch Gladbach, jetzt einen Kooperationsvertrag abgeschlossen.

Im Rahmen dieser Kooperation sind Unterrichtseinheiten durch die Dozenten der Hochschule geplant, ausgewählte Facharbeiten der Schülerschaft sollen in der Ausgestaltung über Software Richtung Hochschulniveau gebracht werden. „Außerdem wollen wir unseren Lehrplan mit den Anforderungen einzelner Kurse an der FHDW abgleichen, sodass einzelne unserer Leistungen an der Hochschule anerkannt werden“, sagt Jürgen Meder, der am Gymnasium für die Studien- und Berufsorientierung zuständig ist. Das könnte bedeuten, dass Schulleistungen über das europäische Bachelorsystem mit Credit Points honoriert und von der FHDW anerkannt werden.

Durch Corona und dem monatelangen Wegfall von Präsenzunterricht ist die digitale Bildung und die IT-Ausstattung an Schulen noch einmal deutlicher in den Fokus gerückt. „Wir brauchen da Unterstützung und sind bei der FHDW sehr gut aufgehoben“, begründet der Schulleiter seine Bereitschaft zur Kooperation. Durch den Förderverein und einen Sponsor ist das Gymnasium auch in der Lage, Kooperationen dieser Art durchzuführen – auch wenn Kosten anfallen. „Wir freuen uns, dass das Gymnasium diesen Schritt mit uns gehen will“, sagt Brändle, der im Dezember einige Herkenrather an der FHDW zu Gast haben wird. Eine Gruppe des Gymnasiums hat sich beim vom Rheinisch-Bergischen Kreis in Zusammenarbeit mit der FHDW durchgeführten Programmierwettbewerb „AntMe“ angemeldet.

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Schulleiter Dieter Müller, Lehrer Jürgen Meder und Dr.-Ing. Alexander Brändle von der FHDW in einem IT-Raum des Gymnasiums Herkenrath. Foto: Klaus Pehle/FHDW. 

29.09.2020│Bergisch Gladbach: Smart Industries

Wie digitale Technik die Industrie sicherer und effizienter macht

15 Studierende der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) haben im fünften Semester ihres dualen Studiengangs Wirtschaftsinformatik Lösungen erarbeitet, um Industrieanlagen per digitaler Netzwerk- und Cloudtechnik besser überwachen und effizienter machen zu können. Der Kurs „Ausgewählte Gebiete der Informatik“ fand seit Mitte März coronabedingt ausschließlich digital statt. Zur Präsentation kam auch der Digitalbeauftragte der Stadt Bergisch Gladbach, die der FHDW einen Forschungsauftrag für Smart City-Projekte erteilt hat.

Da steht sie wieder. Die alte Spielzeug-Dampfmaschine. Angetrieben mit den nicht wirklich gut riechenden Esbit-Trockenbrennstoff-Riegeln und vielen Menschen sicher noch wohlbekannt aus Kindheitstagen. Dieses Modell hier im Forum der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) aber tickt anders. Sie ist ausgerüstet mit digitalen Sensoren. Die greifen kontinuierlich Messdaten ab. Brennkesseltemperatur, Abgasemissionen und die Werte des dampferzeugten Stroms messen die Sensoren. Ein angeschlossener Mini-Computer wandelt die Daten um, anschließend überträgt er sie per LoRaWAN ins Internet, wo sie mit anderen Daten wie geografischen Koordinaten in Korrelation gesetzt werden können. Nach einer grafischen Aufarbeitung erscheinen die Daten der Dampfmaschine, optional korreliert mit relevanten Parametern, in Form einer Skala oder eines Diagramms auf einem Monitor. Weltweit abrufbar über das Netz.

Konzept und Programme für die digital überwachte Dampfmaschine stammen von 15 Studierenden in ihrem fünften Semester der Wirtschaftsinformatik an der FHDW in Bergisch Gladbach. „Heutzutage betrifft das Thema Smart Industries nahezu alle Unternehmen“ sagt Robert Loosen (21). Der Studierende absolviert die Praxisphasen des dualen Studiums bei der RheinEnergie. „Was wir hier gemacht haben“, sagt er zum zurückliegenden Semester, „ist sehr nah an der eigentlichen Technik. Da geht es zum Beispiel um smarte Zähler, die den Stromverbrauch automatisch übermitteln, um Kraftwerksüberwachung und die Wartung von Anlagen.“

Entscheidende Bedeutung kommt bei der Übermittlung der Informationen dem LoRaWAN zu. Ein weltweites Netzwerk, das die Daten über Gateways empfängt, transferiert und ins Internet sendet. Die Übertragungstechnik kann Daten bis etwa sechs Kilometer kabellos senden und verbreitet sich gerade erst über den Erdball. Knapp 2.500 solcher Gateways gibt es in ganz Deutschland, drei davon in Bergisch Gladbach – alle betrieben von der FHDW.

Da wundert es nicht, dass bei der Dampfmaschinen-Präsentation auch Marcel Böttcher einer der interessierten Beobachter ist. Seit einem Jahr ist er bei der Stadt Bergisch Gladbach als Chief Digital Officer für die Digitalisierung verantwortlich. Böttcher hat nicht nur seinen Bachelor in Wirtschaftsinformatik an der FHDW gemacht, sondern dort auch seine Masterarbeit zum Thema Digitale Verwaltung geschrieben. „Sehr interessant, wie das von den Studierenden hier umgesetzt wird“, sagt der städtische Digitalbeauftragte, der auch schon einen Forschungsauftrag an die FHDW zum Thema Smart Cities erteilt hat. Mögliche Einsatzbereiche für die Sensortechnik und LoRaWAN bei der Stadt sieht er zum Beispiel bei der Überwachung von Feuerwehrzufahrten, bei der Verkehrsleitung und -zählung sowie bei der Überwachung der Bodenfeuchtigkeit in städtischen Grünanlagen.

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Mit Dampf betrieben, aber digital überwacht: Wirtschaftsinformatik-Studierende mit der Dampfmaschine, FHDW-Dozent Peter Tutt (2.v.l.) und Marcel Böttcher, Chief Digital Officer der Stadt Bergisch Gladbach (3.v.l.). Foto: Anton Luhr/FHDW.

20.07.2020│Bergisch Gladbach: FHDW-Dozentin neu im Beirat von Tourismus NRW

Ina Zinkernagel ist neue stellvertretende Vorsitzende des Beirats von Tourismus NRW e.V. Die Dozentin für Tourismus und Eventmanagement an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) vertritt in ihrer neuen Funktion die Positionen von Wissenschaft und Forschung in dem Gremium, das Tourismus NRW e.V. berät. Tourismus NRW e.V. ist Dachverband und Interessensvertretung der Branche in dem Bundesland und hat die Aufgabe, NRW als Tourismus-Standort zu stärken.

Mitglieder von Tourismus NRW e.V. sind neben den regionalen und lokalen Tourismusorganisationen auch Hotels, Flughäfen, Freizeitparks und das Wirtschaftsministerium NRW. Der Beirat von Tourismus NRW e.V. hat die Aufgabe, die Vereinsarbeit nachhaltig zu unterstützen und in Fachfragen zu beraten. Ihm gehören Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft an. Vorsitzender des Beirats ist Dr. Wolfgang Isenberg (Projekt M, bis 2018 Direktor der Thomas-Morus-Akademie Bensberg). Neue stellvertretende Vorsitzende ist Ina Zinkernagel als Vertreterin von Wissenschaft und Forschung.

Sie sieht in ihrer neuen Funktion zwei wichtige Aufgaben: „Es geht mir darum, aktuelle Forschungen der touristischen Forschungsinstitute und Unternehmensberatungen in die Arbeit einzubringen,“ sagt die Hochschuldozentin und Tourismusexpertin. „Das zweite ganz wichtige Thema ist Ausbildung, Fort- und Weiterbildung. Das ist unsere Zukunft und ich arbeite daran, dass unsere Branche gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte bekommt. In dem Beirat will ich mich für eine bessere Vernetzung der Akteure in der Bildungslandschaft einsetzen.“

Die FHDW in Bergisch Gladbach bietet den dualen Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Tourismus und Eventmanagement sowie Tourismus und Hotelmanagement an – auch in Kombination mit einer IHK-geprüften Berufsausbildung. „Mir geht es aber nicht nur um das Studium, sondern generell um die Ausbildung in der Branche.“

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FHDW-Dozentin Ina Zinkernagel ist neue zweite Vorsitzende des Beirats von NRW Tourismus. Bild: FHDW

10.06.2020│Marburg: DVAG und FHDW verlängern Zusammenarbeit   

Erfolgreiche Studiengänge werden fortgeführt

Am 9. Juni 2020 verlängerten die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) und die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) ihre Zusammenarbeit am Standort Marburg. Das etablierte duale Bachelor-Studium und der erst kürzlich gestartete berufsbegleitende Master-Studiengang werden um weitere fünf Jahre fortgeführt. Damit verlängern beide Institutionen frühzeitig ihre seit über zehn Jahren bestehende Kooperation um weitere fünf Jahre bis 2026.

Erst im April starteten 50 neue Studierende online ins Bachelor-Studium. Seit einem Jahr besteht in Marburg auch die Möglichkeit eines berufsbegleitenden Master-Studiums „Management und Führung im Finanzvertrieb“. Mit beiden Studiengängen sollen die Nachwuchsführungskräfte der DVAG für den Beruf des Vermögensberaters qualifiziert vorbereitet werden. Damit profitieren die Absolventen auch zukünftig von der fundierten Kombination aus Theorie und Praxis, die sie auf Führungsaufgaben im Vertrieb und ihren Beruf als selbstständige Vermögensberaterinnen und Vermögensberater vorbereitet.

Dazu Dr. Dirk Reiffenrath, Mitglied des Vorstands und zuständig für die Aus- und Weiterbildung: „Das duale Studienkonzept hat sich als herausragende Ausbildung für den Vermögensberaterberuf etabliert. Mit diesem Bildungsweg bieten wir unseren Nachwuchstalenten beste Perspektiven für ihr erfolgreiches Unternehmertum. Darauf sind wir sehr stolz und ich freue mich auf die weiterhin enge Zusammenarbeit in den nächsten Jahren.”

Die Studierenden mit dem Partnerunternehmen DVAG erwerben während des dreijährigen Studiums neben dem Bachelor-Abschluss in BWL auch die Qualifikation zum Immobiliardarlehensvermittler und zum Finanzanlagenfachmann sowie die Zertifizierung als Vermögensberater. Seit 2019 gibt es zudem die Möglichkeit, die erworbenen Kenntnisse zu vertiefen: Der einzigartige Masterstudiengang „Management und Führung im Finanzvertrieb“ bereitet die Absolventen ganz individuell auf eine Führungsposition in der Finanzberatung vor.

„Unsere Kooperation steht für eine Ausbildung auf höchstem Niveau“, betont Prof. Dr. Michael Thiemermann, der die Zusammenarbeit seit 2009 betreut und den FHDW-Campus in Marburg leitet. „Wir vermitteln das nötige Wissen, um sich in der komplexen Finanzberatung zu behaupten und weiterentwickeln zu können – auch in der aktuellen Ausnahmesituation. Durch die schnelle Umstellung auf einen rein digitalen Lehrbetrieb können unsere Studierenden ihre akademische Karriere so zuverlässig wie zuvor vorantreiben.“

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Bei der Vertragsunterzeichnung in Marburg am 9. Juni 2020: Dr. Dirk Reiffenrath, Vorstand DVAG (l.), und Prof. Dr. Andreas Brandt, Leiter FHDW-Campus Mettmann. Im Hintergrund Klaus Höhn (l.), Direktor Deutsche Akademie für Vermögensberatung, und Prof. Dr. Michael Thiemermann, Leiter FHDW-Campus Marburg. Bild: DVAG

04.06.2020│Bergisch Gladbach: Business Knigge

Gut ankommen – bei Tisch, im Chat, im Unternehmen

Ein spannendes Online-Seminar für Schüler lief jetzt bei der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW). Dozentin Andrea Steinert referierte zum Thema „Business-Knigge“ und lieferte wertvolle Tipps für das stilvolle Verhalten beim Business-Dinner, aber auch beim Umgang im Chat und mit dem Handy. Auch kulturelle Variationen des sozialen Miteinanders im internationalen Vergleich waren Thema.

Benimmregeln für Online-Chats würden so manchem User ganz guttun. Bekanntlich ist es ja oft nicht wirklich gut bestellt um die Höflichkeit im Netz. Wie man aber mit Rüpeln im Netz stilvoll umgeht, erklärte Dozentin Andrea Steiner in dem FHDW-Online-Seminar „Business-Knigge für Schüler“: „Ignorieren“, empfahl sie. „Wenn es zu hartnäckig wird, informieren sie den Administrator oder den Chat-Betreiber.“ Steinert ist Dozentin, hat eine Ausbildung als Hotelfachfrau hinter sich und ist viel herumgekommen in der Welt. Sie kennt sich nicht nur in Sachen Chatiquette aus. Steinert weiß auch, wie man bei einem Business-Dinner verhalten sollte, auf einem Empfang oder beim Bewerbungsgespräch. Auch in Sachen Kleidung hatte sie in dem eineinhalbstündigen Online-Seminar wertvoller Tipps für Schüler und Schülerinnen: „Tragen sie nie etwas, was sie vorher noch nie getragen haben, seien sie authentisch“, riet sie. Und speziell an die Teilnehmerinnen des Online-Seminars gerichtet: „Nie zu kurze Röcke, nie zu viel Make-Up.“

Um Sicherheit auch bei einem edlen Dinner zu haben, erklärte sie, wie der Tisch gedeckt wird, welches Besteck für welche Speisen zu wählen ist und dass man Gläser grundsätzlich am Stil anfasst. Bis ins kleinste Detail erläuterte Steinert die Vorgänge zu Tisch. Um Missverständnisse und Fauxpas zu vermeiden, kann es schon hilfreich sein, wenn man weiß, dass Kellner Speisen und Getränke zwar von der rechten Seite des Gastes servieren, aber von links nachreichen, wenn es gewünscht wird.

Die Benimm-Expertin ist auch auf internationalem Parkett zu Hause und stellte einige länderspezifische Feinheiten im stilvollen Miteinander vor. Zum Beispiel, dass amerikanische Gastgeber es schätzen, wenn man ihnen direkt in die Augen blickt, auch wenn sie in der Geschäftshierarchie höhergestellt sind. Die Nachfrage eines Online-Seminar-Teilnehmers bezüglich japanischer Gastgeberformalitäten bestätigte sie: Ja, es stimme, sagte Steinert, Japaner mögen es nicht, wenn man einen Drink ablehnt. „Wenn sie wirklich nichts trinken möchten, sagen Sie, sie vertragen es nicht, dann ist das auch in Ordnung“, gab sie den interessierten Teilnehmern als Tipp mit auf den Weg.

Ein großes Kapitel aber widmete sie dem Umgang mit dem Smartphone. „Nie am Tisch und das reale Gegenüber hat immer Priorität. Wenn sie wirklich etwas wichtiges beantworten müssen, fragen sie ihren Gesprächspartner um Erlaubnis.“ Auch zu den verschiedenen Social Media-Kanälen hatte sie eine Empfehlung: „Nötige anderen nicht deine sozialen Kanäle auf, sprich sie auf ihren bevorzugten Kanälen an.“

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Andrea Steinert gab den Schülern im Online-Seminar "Business-Knigge" wertvolle Tipps.

30.04.2020│Bergisch Gladbach: Vom Hotel-Iglu direkt ins Home-Office

Drei Monate Schweden

Die Kölnerin Antonia Ehnert (20) war für die Praxisphase ihres Bachelor-Studiums an der Fachhochschule in Bergisch Gladbach (FHDW) drei Monate in Schweden. Dort arbeitete sie beim Touristikunternehmen Iglootel. Als sie Ende März zurückkam, war die BWL-Studierende mit Schwerpunkt Tourismus- und Eventmanagement erstaunt über den Umgang mit dem Corona-Virus in Deutschland.

Schweden geht in Sachen Corona-Virus bekanntlich einen anderen Weg als Deutschland. Das bekam auch Antonia Ehnert zu spüren. Die 20-jährige Kölnerin studiert an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) Betriebswirtschaft mit der Spezialisierung Tourismus- und Eventmanagement. Im Oktober begann sie ihr Studium, die erste dreimonatige Praxisphase des dualen Studiums brachte sie dann im Dezember nach Schweden. Nahe des Ortes Piteå in Schwedisch Lappland betreibt Iglootel eine Hotelanlage mit Iglus. Rentier- und Elchsafaris kann man dort machen, Fahrten mit dem Eisbrecher „Arctic Explorer“ und Bäder in Spezialanzügen im eiskalten Wasser des nördlichsten Ostsee-Ausläufers.

„So richtig mitbekommen hat man von Corona da oben eigentlich nichts“, sagt Ehnert. Cafés und Restaurants waren ganz normal geöffnet, beim Einkaufen im Supermarkt gab es keine besonderen Hygienemaßnahmen und verordnete Kontaktsperren gibt es in Schweden bis heute nicht. Umso größer war die Verwunderung von Ehnert nach ihrer Rückkehr. „Das hat mich total geschockt. Wenn man hier in einen Supermarkt kommt, denkt man ja, die Welt geht unter.“ Auch die geliebten Freundinnen konnte sie erst einmal nicht treffen. „Schon schwierig, natürlich wollte ich die nach drei Monaten wiedersehen“, sagt die junge Frau.

Der Start in ihr zweites Semester lief dann auch komplett anders als vorgestellt. Schon seit Mitte März hat die FHDW ihr Studium wegen des Corona-Virus auf Online-Vorlesungen umgestellt. „Klar, ich arbeite jetzt im Home-Office. Das funktioniert, aber erfordert mehr Disziplin, als wenn man in die Vorlesungsräume geht. Außerdem haben wir relativ viele Vorlesungen und dadurch bin ich jetzt sehr viel zu Hause.“ Das fällt der aktiven Kölnerin schwer. „Ich bin eigentlich ein Mensch, der gerne draußen ist.“ Konsequenzen wird die Corona-Krise auch in Bezug auf ihre nächste Praxisphase haben. „Die beginnt im Juli und eigentlich wollte ich zu einer Eventagentur, das wird aber wohl im Moment nicht möglich sein.“ Jetzt sucht sie mit dem Career Service der FHDW nach Alternativen. Auf den Theorieteil ihres Studiums hat die Umstellung wegen des Corona-Virus keine Auswirkungen. „Nein, das läuft alles wie geplant und funktioniert auch gut“, sagt Ehnert.

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  1. Ich glaub mich knutscht ein Rentier: Antonia Ehnert begleitete Touristen in Schweden zu einer Rentierfarm. Foto: FHDW Bergisch Gladbach
  2. In Spezialanzügen können Urlauber in Nordschweden auch im Winter ins Meer. Antonia Ehnert (Foto, Mitte) probierte das auch aus. Foto: FHDW Bergisch Gladbach
  3. Obwohl der Winter in diesem Jahr auch in Schweden wärmer als sonst war, gab es ordentlich Schnee. Foto: FHDW Bergisch Gladbach
  4. „Wie ein großes Teletubby“ fühlte sich Antonia Ehnert (Foto, links) in dem Spezialanzug, in dem man das eiskalte Wasser des nördlichsten Ostseeausläufers aushalten kann. Foto: FHDW Bergisch Gladbach
  5. Der gute Helfer des Nikolaus: Antonia Ehnert mit einem weißen Rentier. Foto: FHDW Bergisch Gladbach

18.02.2020│Bergisch Gladbach: Vize-Präsident für Digitalisierung

FHDW positioniert sich als Hochschule der Zukunft

Die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) hat auf ihrer letzten Hochschulkonferenz einen Vizepräsidenten für Digitalisierung benannt. Mit dem neuen Präsidiumsmitglied, Dr.-Ing. Alexander Brändle, stellt sich die Fachhochschule mit Hauptsitz in Paderborn und Campussen in Bergisch Gladbach, Mettmann, Marburg und Bielefeld organisatorisch neu auf und behauptet sich auf dem Bildungsmarkt als Hochschule der Zukunft.

Dr.-Ing. Alexander Brändle ist zum Vizepräsidenten für Digitalisierung der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) gewählt worden. Mit der Ernennung eines Vizepräsidenten für die digitale Transformation des gesamten Hochschulkomplexes räumt die FHDW der Digitalisierung oberste Priorität ein. „Es war an der Zeit, die Digitalisierung zur Präsidiumssache zu machen, damit wir unserer Rolle als innovative und wirtschaftsnahe Hochschule auch in der Zukunft gerecht werden können“, sagt FHDW-Präsident Prof. Dr. Stefan Nieland. „Mit Alexander Brändle haben wir für diese Aufgabe jetzt einen äußerst kompetenten Kollegen im Team.“

Brändle ist an der FHDW Dozent für Wirtschaftsinformatik und leitet seit 2015 den FHDW-Campus in Bergisch Gladbach. Vor seiner Hochschultätigkeit war er strategischer IT-Consultant bei Microsoft, hat den Einstieg des Softwareunternehmens in die Robotik maßgeblich mitgestaltet, war an der Gründung des Microsoft European Innovation Centers beteiligt und als Manager University Relations für das akademische IP- und Projektportfolio des Softwareriesen in Europa verantwortlich. „Dieser Mensch lebt die Digitalisierung. Wir können stolz sein, einen solchen Fachmann für die neue Position des Vizepräsidenten für Digitalisierung in unseren Reihen zu haben“, ist Nieland von der Kompetenz seines Kollegen überzeugt.

„Wie der Name schon sagt, hat die Fachhochschule der Wirtschaft traditionell eine enge Bindung zur Wirtschaft und damit auch zu den Themen, die in Unternehmen eine bedeutende Rolle spielen“, sagt Brändle. Als Leiter des FHDW-Campus in Bergisch Gladbach betreut er auch die an den dualen Studiengängen beteiligten FHDW-Partnerunternehmen. Darunter sind Global Player wie Bayer, Lanxess und HDI, aber auch mittelständische und kleine Unternehmen. „Egal wie groß oder klein ein Unternehmen ist – die Digitalisierung ist bei allen die Herausforderung der kommenden Zeit“, sagt Brändle.

In seiner neuen Funktion wird er aber nicht nur die Inhalte der Studiengänge Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaft weiter fokussieren auf Bereiche wie Künstliche Intelligenz, Robotik, Cyber Security und Big Data. „Bei der Digitalisierung einer Hochschule geht es um alle Bereiche“, stellt Brändle klar. „Es geht um digitale Organisationsformen, um neue didaktische Möglichkeiten, um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, um Lern- und Lehrprozesse in Zukunft noch besser analysieren und für unsere Studierenden optimieren zu können. Es geht um nichts weniger als um die Hochschule der Zukunft.“

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Prof. Dr. Stefan Nieland (rechts), Präsident der FHDW, und Dr.-Ing. Alexander Brändle, Vizepräsident für Digitalisierung der Fachhochschule der Wirtschaft. Foto: FHDW 

31.01.2020│Bergisch Gladbach: FHDW Abi Quiz Night

Anspruchsvolle Quiz Night – für Abiturienten und für Lehrer

80 Schülerinnen und Schüler sowie 20 Lehrerinnen und Lehrer aus Rhein-Berg und Leverkusen quizzten am Mittwochabend bei der Abi Quiz Night der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) um Geld für die Abi-Partys. Die Fragen waren unterhaltsam bis anspruchsvoll – auch für manche Lehrer.

Fragen aus Politik und Wirtschaft, aus der Welt der Video-Blogger, des Sports und ein spannendes Teebeutelzielwerfen: Das Team der Fachhochschule hatte gute Vorarbeit geleistet, um die erste FHDW Abi Quiz Night seit fünf Jahren spannend, unterhaltsam, aber auch anspruchsvoll zu gestalten. 20 Teams mit jeweils vier angehenden Abiturienten und einer Lehrerin oder einem Lehrer aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis und Leverkusen waren in das Forum der FHDW in Bergisch Gladbach gekommen, um sich bei dem Quiz über vier Runden Geld für die Abi-Partys im Frühsommer zu erspielen.

Moderator Dr.-Ing. Alexander Brändle, Leiter des FHDW-Campus in Bergisch Gladbach, stellte den jungen Quizzern die Fragen. Etwa nach den Gründern des Internetunternehmens Google (Larry Page und Sergey Brin) oder nach dem Namen der Produktlinie der Beautypunk-Youtuberin xLaeta (njulia). „Da hätte ich passen müssen, aber mein Team wusste es“, sagte Lehrerin Nushin Lindlar, die das Team „Akademiker und Singles mit Niveau“ vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Bergisch Gladbach supportete. „Das müssten die auch wissen“, sagte die Lehrerin zu der Frage nach dem Namen des Bundes-Wirtschaftsministers (Peter Altmaier).

Es gab aber auch Fragen, die an die Wissensgrenzen von Lehrern und Schülern gingen. Etwa die Schätzfrage, wer der drittgrößte CO2-Produzent der Erde ist (Indien), welches Land das höchste Brutto-Inlandsprodukt hat (USA) oder in welcher Stadt weltweit die meisten Milliardäre leben (New York). In Runde 3 wurde das Lehrpersonal dann zu Hauptdarstellern. Die Teams mussten zum Beispiel erraten, wie viele der 20 Lehrer Hund oder Katze zu Hause haben (4), wer lieber Tee als Kaffee trinkt (3) und wie viele einen Audi fahren (1). Und in Runde 4 durften die Lehrerinnen und Lehrer, die bis dahin in ihrem Bereich für „Very Important Teacher“ Platz genommen hatten, an die Tische der Teams und aktiv unterstützen.

„Sehr positiv“, empfand Lehrerin Lindlar den Abend. „Unterhaltsam, spannend, gut gemacht, aber auch schon teilweise schwierig.“ Ihr Kollege Franco Ruina von der IGP in Bergisch Gladbach war ebenso angetan von der FHDW Abi Quiz Night: „Ist mal was anderes und nicht ganz so ernst.“

Den Siegerscheck über 1.000 Euro konnte das Team „Nerds 2² ever“ (sprich: „Nerds for ever“) vom Gymnasium Odenthal mit nach Hause nehmen. „Es gibt noch ein Loch in der Kasse für die Abi-Party, daher kommt das sehr gelegen“, so Lehrer Sören Dauter und Schüler Philipp Meyer ergänzte: „Wir sind positiv überrascht von unserer Leistung, es waren viele unerwartete Fragen und wir können das Geld gut gebrauchen.“ Auf Platz 2 (500 Euro) landeten die „Jägermeister“ vom Gladbacher Nicolaus-Cusanus-Gymnasium und Dritter wurde nach einem spannenden Stechen das Team „Das Schärfste, was diese Quiz Night zu bieten hat“ (DBG, Bergisch Gladbach, 250 Euro). 

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  1. Das Siegerteam der FHDW Abi Quiz Night: „Nerds 2² ever“ vom Gymnasium Odenthal mit Dr.-Ing. Alexander Brändle (links), Leiter des Campus der FHDW in Bergisch Gladbach. Foto: Klaus Pehle/FHDW
  2. Voll besetztes Forum an der FHDW in Bergisch Gladbach: 80 Schülerinnen und Schüler sowie 20 Lehrerinnen und Lehrer waren zur Abi Quiz Night gekommen. Foto: Klaus Pehle/FHDW
  3. Die 20 Vierer-Teams duften sich beraten und mussten Fragen aus Politik und Wirtschaft, zu Bloggern und Youtubern beantworten. Foto: Klaus Pehle/FHDW
  4. Bis zur Runde 3 waren die 20 Lehrerinnen und Lehrer in ihrem „Very Important Teacher“-Bereich untergebracht, danach durften sie aktiv unterstützen. Foto: Klaus Pehle/FHDW
  5. Unterhaltsam war die FHDW Abi Quiz Night, aber es gab auch anspruchsvolle Fragen zum Nachdenken. Foto: Klaus Pehle/FHDW
  6. Spannend und gut gemacht“ fand Lehrerin Nushin Lindlar (Mitte, DBG) die FHDW Abi Quiz Night. Foto: Klaus Pehle/FHDW

21.01.2020│Bergisch Gladbach, Mettmann: Bachelor-Urkunden an 31 Studierende

Einen Hochschulabschluss und viele Freunde fürs Leben

Am Freitag, 17. Januar 2020, verabschiedete die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) 31 Bachelor aus Mettmann und Bergisch Gladbach im Kardinal Schulte Haus in Bergisch Gladbach. Die Absolventen verlassen die FHDW nicht nur mit dem Hochschulabschluss, sondern auch mit einem großen Netzwerk und vielen neuen Freunden.

Sie haben es geschafft. 31 Absolventen der FHDW aus Mettmann und Bergisch Gladbach haben am Freitag, 17. Januar 2020, ihre Bachelor-Urkunden bekommen. In einer feierlichen Zeremonie im Kardinal Schulte Haus in Bergisch Gladbach feierten die Betriebswirtschaftler und Wirtschaftsinformatiker damit das Ende ihrer dreijährigen Studienzeit. Alle absolvierten ihr Studium in der Regelstudienzeit. „Das schaffen nicht einmal 50 Prozent der Studierenden in Deutschland“, betonte Dr.-Ing. Alexander Brändle. Brändle leitet den Campus der FHDW in Bergisch Gladbach, als Festredner war Karl-Heinz Böhle von der RheinEnergie zu Gast. Der Hauptabteilungsleiter Personal hob sowohl die Anforderungen als auch den Mehrwert des dualen Studiums hervor: „Ich finde es hervorragend, dass die Studierenden diese Herausforderung annehmen, denn es ist schon eine Belastung, beides parallel zu absolvieren. Das Gute ist, dass das, was sie an der Hochschule lernen, direkt in der betrieblichen Praxis umsetzen können – und Dinge, die sie in der betrieblichen Praxis lernen, mit zurück ins Studium nehmen. Davon profitieren die Studierenden und auch das Unternehmen.“

In der Absolventenrede blickte Wirtschaftsinformatiker Anno Kerp mit Humor und einigen kleinen Anekdoten auf das Studium zurück. „Es war manchmal stressig, aber auch schön.“ Kerp machte deutlich, dass die Studierenden in den drei Jahren nicht nur das Studium durchgezogen haben, sondern auch viele Freundschaften geschlossen wurden. Mit Blick auf die Zukunft sagt er selbstbewusst: „Ich denke, wir sind bestens gewappnet.“

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Feierlich geht es zu, wenn die Absolventen der FHDW ihre Bachelor-Urkunden erhalten. Die Feier fand am Freitag, 17. Januar 2020, im Kardinal Schule Haus statt. Fotos: Oliver Siebenborn/FHDW


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